
Tischball ist ein Sport, der in den 1960ern vom Kanadier Joe Lewis erfunden wurde. Der Blinde Lewis wollte ein Spiel haben, das sowohl zur Erholung, als auch zu Wettkämpfen gespielt werden kann und für das man nicht sehen können muss. International bekannter wurde der Sport, der auch als Showdown bekannt ist, durch die paralympischen Spiele 1980.
Für das Spiel, das sowohl blinde als auch sehende Menschen spielen können, braucht man zuallererst eine Platte, die der vom Tischtennis nicht unähnlich ist. Der Tisch ist etwas größer und von einer 14 cm hohen Bande umgeben. An jeder Seite des Tisches gibt es ein Netz, das Tor.
Ziel der Spieler ist es, Punkte zu erreichen. Diese können natürlich durch Tore, aber auch durch Fehler des Gegners gewonnen werden. Jeder Spieler trägt eine blickdichte Brille und hat einen Holzschläger in einer Hand. Die andere Hand darf nicht ins Spiel eingreifen. Der Spielball enthält Metallstücke, wodurch er rasselt. So kann der Ball geortet und auf die Seite des Gegners geschlagen werden.

Gudrun Buse, die Vorsitzende der Gebietsgruppe Rostock vom BSVMV, findet die Sportart sehr spannend und freut sich auch über die gute Resonanz. Viele Sehbehinderte wollten das Spiel selbst mal ausprobieren, sogar Gäste aus Waren und Güstrow waren angereist. Ob es jedoch auch bald eine Platte in Rostock gibt, ist fraglich. „Einerseits ist eine Kostenfrage, aber andererseits braucht man auch viel Platz. Und solche Räumlichkeiten stehen uns nicht zur Verfügung.“

Showdown ist ein teilweise sehr schneller Sport, und doch steht das Vergnügen im Vordergrund. Und so bringt es auch Torsten Resa sehr gut auf den Punkt, wenn er sagt: „Tischball ist der ideale Sport, um mal eine ruhige Kugel zu schieben.“