

Auf die Absatzzahlen des Buches, wenn es dann wieder erwerbbar ist, wird es sich wohl kaum negativ auswirken, schließlich dürften viele erst durch die einstweilige Verfügung neugierig auf das Buch geworden sein. Etwa 100.000 Exemplare der ungeschwärzten Auflage gingen übrigens zuvor bereits über den Ladentisch.
Gestern Abend stellte der Stromberg Darsteller das umstrittene Werk nun vor ausverkauftem Haus in der Universitätsbuchhandlung Thalia vor. Da es das Buch nicht zu kaufen gab, äußerte Herbst seine Bereitschaft, grundsätzlich alles zu signieren, was gewünscht wird, Körperteile eingeschlossen.
Los ging es mit dem ersten Kapitel, in dem beschrieben wird, wie der Kontakt mit Wolfgang Rademann, dem Macher der Traumschiff-Reihe, zustande kam. Herbst beschreibt Rademann darin als jung gebliebenen Charisma-Koloss, dessen Lieblingswörter „Knüller, Knaller und Kracher“ seien. Am Ende des Kapitels steht die Zusage ans Traumschiff und folgerichtig beginnt das zweite Kapitel mit den Worten „Was habe ich getan?“

Ein Spaß war es auch, Christoph Maria Herbst zuzuhören, der mit Wortwitz und pointierter Leseweise dem Publikum zahlreiche Lacher entlockte. Entsprechend schnell verging auch die Zeit, und obwohl das Publikum noch gar keine Zeit hatte, eine Zugabe zu fordern, gab Herbst noch ein Kapitel zum Besten. „Ein paar weiße Seiten habe ich noch gefunden“, scherzte er zuvor in Anspielung auf die geschwärzte Ausgabe, aus der er vorlas.

Wer nun neugierig geworden ist und das Buch noch nicht sein eigen nennt, kann ab nächster Woche eine geschwärzte Auflage erwerben. Allerdings wird der Scherz Verlag, der das Buch vertreibt, gegen die einstweilige Verfügung Einspruch einlegen, um die ungeschwärzte Version zurück in den Handel zu bringen. Es könnte sich also lohnen, noch ein wenig mit dem Kauf zu warten.