
Bevor jedoch die Profiteams im Lauf der Asse die 600 Meter lange Strecke über Stock und Stein im Barnstorfer Wald angingen, durften erst einmal die Hobbyläufer ihr Durchhaltevermögen beweisen. 15 Runden galt es im Jedermanns-Lauf zu bewältigen, gelaufen wurde in Dreierteams mit mindestens einer weiblichen Teilnehmerin. Durch die 40 laufenden Trios war es richtig voll auf dem engen Rundkurs, der zum Glück in diesem Jahr weitgehend matschfrei war.

Nach der etwas verregneten Siegerehrung machten sich die dreizehn Profiteams bereit. Auch hier musste die Wechselreihenfolge eingehalten werden und jeder Läufer durfte höchstens zwei Runden am Stück laufen. Nur die Anzahl der Umläufe wurde noch einmal verdoppelt, was vor allem gegen Ende des Rennes durch die zwei Anstiege viel Kraft bei den Sportlern kostete.

Nach etwa der Hälfte des Rennens kristallisierte sich ein Dreikampf um den Tagessieg heraus, die Vorjahressieger aus Schleswig Holstein rund um Hindernis-Olympia-Teilnehmer Steffen Uliczka mussten den Kontakt zu den Führenden abreißen lassen. Inzwischen hatten sich die Lokalmatadore Tom Gröschel, Katharina Splinter und Tom Schlegel einen kleinen Vorsprung vor den Verfolgern aus Niedersachsen erarbeitet, doch in trockenen Tüchern war der Sieg noch nicht. So rief Katharina Splinter beim Wechsel: „Ich glaube ich werde schwächer.“
Doch kurz vor Schluss war den Rostockern der erste Heimerfolg beim Crosstock Teamcross nicht mehr zu nehmen. Aber da war ja immer noch der Streckenrekord von genau 51 Minuten, den die Kieler im Jahr 2010 aufgestellt hatten. Als Tom Gröschel, der deutsche U23-Meister im 10-Kilometer-Straßenlauf, in der vorletzten Runde die Schärpe des Schlussläufers trug, war klar, dass „Die Wadenbeißer“ taktierten und Katharina Splinter die Schlussrunde ersparten. Das war eine gute Entscheidung, denn Gröschel mobilisierte noch mal alle Kraftreserven und sicherte seinem Team mit zwei schnellen Runden den Gesamtsieg in einer Fabelzeit von 50:34 Minuten.
„Es war ein hammerhart umkämpfter Crosslauf“, urteilte der völlig ausgepowerte aber überglückliche Tom Schlegel nach dem Zieleinlauf. Die drei Sportler hatten sich schon im Vorfeld für die Taktik mit der doppelten Schlussrunde entschieden. Sie haben sich beim Wechsel gegenseitig gepusht und so eine starke Teamleistung abgegeben. Auch Tom Gröschel zeigte sich hochzufrieden, dass er nach seinem zweiten Platz im Jahr 2011 nun ganz oben auf das Siegertreppchen steigen durfte: „Der Streckenrekord ist dazu noch eine tolle Zugabe!“
Der zweite Platz ging an „Die Gipfelstürmer“ Florian Pehrs, Tabea Themann und Karsten Meier. Danach folgten schon die zwei schnellsten Jugendteams, nämlich „Erdbeerkäse“ mit Tilmann Petersen, Pia Nikoleit und Fynn Paul und „Und Tschüß“ mit Steffen Brümmer, Yannik Burger und Christina Gerdes. Eine vollständige Übersicht über die Ergebnisse findet ihr hier.
Sowohl Veranstalter als auch Zuschauer und Teilnehmer waren sehr zufrieden mit dem Lauf, sodass einer Neuauflage im Oktober 2013 nichts mehr im Weg steht. Die ersten Teams haben sogar schon fest zugesagt.Weitere Impressionen vom Crosstock Teamcross 2012 in Rostock:

Die Läuferin von "Batlic Sports" führt die kleine Gruppe an 
"Bekeles Erben" und "Drei Engel für Tobi" 
Crosslauf 
Das "TriTeam FIKO Fighters" 
"FIKO feat. Frieda Grau", "KarLottA" und das "Wolfsrudel" 
"Haudegen & Isenkierl " und "Die Cross-Hasen" 
"Kuli-Team" und "die cro(i)ssants" 
"Meine Favoriten" und "Schön, schön, schön" 
Tom Schlegel und Steffen Uliczka beim Start 
Tom Schlegel wechselt auf Tom Gröschel 
Katharina Splinter, Tom Gröschel und Tom Schlegel vor dem Start 
Start des Jedernann-Rennens beim Crosstock Teamcross 2012 
Start zum Lauf der Asse 
Es ging über Stock und Stein 
Das "Wolfsrudel" und die "Gummibären" 
Zieleinlauf bei "Cool Running" 
Zieleinlauf "Die drei Hinkebeine" 
Zieleinlauf "Erdbeerkäse" 
Zieleinlauf "Die Gipfelstürmer" 
Die siegreichen Teams im Jedermann-Lauf: "Zwergenaufstand" und "Schön, schön, schön"