
Mit der Aktion „Cycling for libraries“ wollen die Bibliothekare auf ihre wichtige Arbeit als „Wissensverwalter“ aufmerksam machen. Ihr Ziel ist die Konferenz zum 100. Deutschen Bibliothekartag vom 7. bis 10. Juni in Berlin. Wenn sie dort ankommen, haben sie seit Beginn ihrer Tour am 28. Mai ungefähr 650 Kilometer zurückgelegt. Rostock ist dabei in vieler Hinsicht eine wichtige Etappe. Etwa als erste Stadt auf deutschem Boden oder auch als ungefährer Mittelpunkt der Gesamtstrecke.
Die Stimmung ist ausgelassen, von allen Seiten hört man Fahrradklingeln und Jubelrufe, vor allem bei der Fahrt durch den Tunnel. Die Teilnehmer hatten auf dem ersten Teil ihrer Reise Gelegenheit, sich kennenzulernen und nennen sich beim Vornamen, der auf den Helmen, Jacken oder Fahrrädern steht.
Ekaterina aus Russland erzählt, dass es bereits einige platte Reifen und sonstige Pannen auf der Tour gab und eine Person sogar vom Fahrrad fiel. „Gut, dass viele Helfer dabei sind, die in solchen Situationen reagieren können.“ Die russische Bibliothekarin freut sich besonders über den regen Austausch, der in der Gruppe herrscht. „Obwohl wir alle den gleichen Beruf haben, gibt es große Unterschiede und es ist interessant zu erfahren, wie die anderen so arbeiten“, sagt die 28-Jährige.

Das Wetter scheint ganz auf der Seite der Fahrradfahrer zu sein. Das war auf der bisherigen Reise jedoch nicht immer so, wie Satu aus Finnland erzählt. „Am 1. Tag hat es nur geregnet, fünf Stunden lang. Wir waren alle vollkommen durchnässt.“

Nach einer offiziellen Verabschiedung vor dem Universitätshauptgebäude setzen die Teilnehmer der Aktion „Cycling for libraries“ morgen ihre Fahrt fort. Schließlich warten noch gut 300 Kilometer auf sie. Güstrow, Waren und Fürstenberg sind ihre nächsten Ziele.