Sommer, Sonne, Strand und viel nackte Haut – was will man mehr?! So langsam bekomme ich das Gefühl, dass Warnemünde zu meinem Haupteinsatzort wird, aber im Falle des gestrigen Termins war das gar nicht so verkehrt.
Wer vor der inzwischen unerträglichen Hitze in diesen Tagen ans Meer geflüchtet ist, hat es vielleicht schon selbst gesehen: Derzeit findet in Warnemünde der 14. Internationale DLRG Cup statt, eine große Ehre für unser Hansestädtchen und gleichzeitig lohnenswerte Sehenswürdigkeit für Einheimische und Touristen.

Rund um die Sandarena mit den zwei Tribünen haben sich Teilnehmer mit durchtrainierten Körpern und sonnengebräunter Haut versammelt, im Wasser wird bereits um erste Medaillen gekämpft.

Das Team mit der kleinsten Teilnehmerzahl ist Norwegen – Björn Olstad hatte sich kurzfristig noch für den Freigewässer-Wettkampf gemeldet und tritt damit allein für sein Land an.
Die verschiedenen Disziplinen sind an Elemente des Rettungsvorgangs angelehnt und teilen sich in Einzel- und Staffeldisziplinen auf.


Bei den Staffeldisziplinen ist Teamgeist gefragt. Besonders erwähnenswert wäre hierbei das Rescue Tube Rescue, also das Retten mit Gurtretter.
Dabei besteht eine Staffel aus vier Sportlern, von denen einer zu einer ihm zugewiesenen Boje schwimmt. Sobald er angekommen ist, schwimmt der mit Gurtretter und Flossen ausgerüstete Rettungsschwimmer hinterher.

Zur feierlichen Eröffnung der Wettkämpfe durften alle Teams zum „Fluch der Karibik“-Soundtrack in die Sandarena einmarschieren. Nicht nur die Nationalteams nehmen am DLRG Cup teil, sondern auch zahlreiche Mannschaften kleiner DLRG-Verbände, sodass sich insgesamt 51 Teams am Wettkampf beteiligen.

Aber auch für alle anderen Teilnehmer dürfte der Cup eine wichtige Erfahrung und vielleicht auch schon Vorbereitung für die Rescue Weltmeisterschaft 2010 sein, die im Oktober in Ägypten stattfindet.