DRK Wasserwacht testet Rettungscopter in Warnemünde

Erstmals setzen die Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht an den Stränden von Warnemünde und Markgrafenheide in diesem Jahr drei Rettungscopter, Drohnen mit einer abwerfbaren Schwimmhilfe, ein

11. Juni 2018
Der Einsatz der Rettungscopter der DRK Wasserwacht wird aktuell durch die entsprechende Flagge an Turm 3 in Warnemünde signalisiert  (Foto: DRK/Kasch)
Der Einsatz der Rettungscopter der DRK Wasserwacht wird aktuell durch die entsprechende Flagge an Turm 3 in Warnemünde signalisiert (Foto: DRK/Kasch)

Die Saison der DRK Wasserwacht ist bereits in vollem Gange. Seit dem 15. Mai bis Mitte September sorgen insgesamt rund 160 ehrenamtliche Rettungsschwimmer für einen sicheren Badebetrieb in Warnemünde und Markgrafenheide. In diesem Jahr werden im Rahmen eines MV-weiten DRK-Projektes erstmals drei sogenannte Rettungscopter eingesetzt – besser bekannt als Drohnen. Am 11. Juni startete der erste offizielle Testflug.

Schneller vor Ort

„In erster Linie wollen wir mit dem Einsatz der neuen Technik unsere Hilfsmittel erweitern und wenn möglich die Zeit bis zur ersten Hilfestellung für eine in Not geratenen Menschen verkürzen“, betont Vorstandsvorsitzender Jürgen Richter. Gerade in der Hochsaison wird es zunehmend schwieriger, Rettungswege zu finden und schnell zu den Hilfesuchenden durchzudringen. Die Rettungscopter starten im Ernstfall parallel zum Rettungsschwimmer und werfen direkt bei der in Not geratenen Person eine Schwimmhilfe ab, die sich bei Wasserkontakt entfaltet.

Präsident Wilfried Kelch (v.l.n.r.), der stellvertretende Wachleiter Lukas Knaup und Vorstandsvorsitzender Jürgen Richter freuen sich über den Einsatz der Rettungscopter in ihrem DRK Kreisverband Rostock e.V (Foto: DRK/Kasch)
Präsident Wilfried Kelch (v.l.n.r.), der stellvertretende Wachleiter Lukas Knaup und Vorstandsvorsitzender Jürgen Richter freuen sich über den Einsatz der Rettungscopter in ihrem DRK Kreisverband Rostock e.V (Foto: DRK/Kasch)

Die eingesetzte Technik

In der Wasserrettung des DRK Kreisverbandes Rostock e.V. kommt ein Coptermodell des Marktführers DJI, das für die speziellen Wind- und Wetterbedingungen an unseren Stränden gerüstet ist, zum Einsatz. Am Rettungscopter ist ein Kasten verbaut, aus dem die Schwimmhilfe per Knopfdruck abgeworfen werden kann. „In dieser Saison werden wir die Copter auf Herz und Nieren prüfen. Generell kann und soll Technik unsere Rettungsschwimmer natürlich nicht ersetzen, sie aber in ihrer Arbeit bestmöglich unterstützen“, so Jürgen Richter.

(K)eine Frage des Datenschutzes

Der Rettungscopter verfügt über eine Kamera, um die Schwimmhilfe exakt abzuwerfen und um Vermisste aufzuspüren. Der „Pilot“ sieht die Live-Bilder auf seinem Empfangsgerät, es erfolgen jedoch keine Aufnahmen uns es findet keine Beobachtung des Strandes statt. Ist ein Rettungscopter zu Trainingszwecken oder real im Einsatz, zeigt dies eine entsprechende Flagge an.

Pilot vor Ort in Warnemünde

Fliegen dürfen den Rettungscopter nur Piloten, die über alle luftfahrt- und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen und Unterweisungen verfügen. „Zurzeit bin ich der einzige Rettungscopter-Pilot“, weiß Lukas Knaup, stellvertretender Wachleiter. „Perspektivisch wollen wir noch in dieser Saison 15 weitere Wasserwachtler zu Piloten ausbilden lassen.“ Eine DRK-interne Schulung befähigt ihn nun, das bis zu 100 km/h schnelle Flugobjekt steuern zu dürfen.

Quelle & Foto: DRK/Kasch

Schlagwörter: DRK (21)Drohne (4)Markgrafenheide (45)Rettungsschwimmer (27)Strand (198)Warnemünde (1189)