Der Glühweinduft vom Heimatmuseum Warnemünde war an der frischen Luft schnell verflogen und so ging es weiter zum Edvard-Munch-Haus am Strom 53. Der bekannte norwegische Maler und Grafiker Edvard Munch (1863-1944) lebte insgesamt 18 Monate im schönen Ostseebad Warnemünde. In der Zeit zwischen Mai 1907 und Oktober 1908 genoss er die atmosphärische Ruhe des Ortes. Als regenerierend empfand der Maler seinen Aufenthalt aufgrund des „Seeklimas“. Der in Oslo geborene Künstler wurde schon in seiner Kindheit mit dem Thema Tod, Krankheit und Trauer konfrontiert, was sein Schaffen maßgebend beeinflusste. Sein wohl berühmtestes Gemälde „Der Schrei“ ist neben der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci und van Goghs „Sonnenblumen“ eines der bekanntesten Werke weltweit. 1908 reiste Munch fluchtartig aus Warnemünde ab, da ihm dieser Ort als furchtbar bürgerlich erschien. Dennoch prägte er weiterhin auch die deutsche Kunst.

- Fortsetzung folgt -