Nicht nur Kriminelle, sondern gerade auch Bürger sollen das neue Polizeigebäude in Dierkow annehmen.
Das wünschte gestern Bau- und Verkehrsminister Volker Schlotmann dem Polizeirevier Dierkow und der Außenstelle des Kriminalkommissariats für ihr frisch erbautes Dienstgebäude. Das dreigeschossige Haus, das schon von Weitem durch die Farben Blau und Grau als Sitz der Polizei unverkennbar ist, mag vielleicht keine architektonische Perle sein. Aber es passe in das bauliche Umfeld, wurde das äußere Erscheinungsbild gleich von mehreren Rednern anlässlich der feierlichen Einweihung in Schutz genommen.
Aber nicht nur das Gebäude, sondern auch der Standort der Dienststelle in der Theodor-Heuss-Straße ist neu. Der bisherige Standort am Heinrich-Heine-Platz, der 1938 erbaut wurde, habe zwar schon eine längere Tradition, sei aber wegen der Qualität nicht länger akzeptabel gewesen, so Thomas Laum, Leiter der Polizeidirektion Rostock.
Im Jahr 2008 begannen schließlich die Planungen für ein neues Gebäude auf dem jetzigen Gelände, das zuvor längere Zeit brachgelegen hatte. Nach 15-monatiger Bauzeit wurde es schließlich fertiggestellt. Etwa 2,3 Millionen Euro investierte das Land insgesamt in den Bau der Polizeidienststelle. Weitere 29 Millionen sollen noch bis 2014 nach Rostock in die Polizeistandorte in Waldeck und in der Ulmenstraße fließen, kündigte Volker Schlotmann an.
Die neue Polizeidienststelle in Dierkow „ist modern und funktional eingerichtet. Sie ist verkehrsgünstig gelegen. Sie erfüllt alle Ansprüche, die polizeilicherseits an ein Dienstgebäude zu stellen sind“, zählte Thomas Laum die Vorteile auf.

„Wir als Polizei haben hier einiges zu tun. Das Einsatzgeschehen ist vielfältig und wird gerade in genannten Ballungsgebieten sicherlich auch geprägt von den sozial schwierigen und zum Teil prekären Verhältnissen“, sagte Thomas Laum.

Zukünftig soll nun die neue Polizeidienststelle für optimale Arbeitsvoraussetzungen sorgen. Zur Einweihung führte Revierleiter Uwe Tredup die Gäste durch die Räumlichkeiten, damit sie sich von den Rahmenbedingungen vor Ort einen Eindruck verschaffen konnten. Besonders lobte er den kurzen Weg über den Flur zu seinem Kollegen Ralf Jahnke, dem Leiter der Kriminalaußenstelle. Dies würde einige Arbeitsprozesse erleichtern, so der Revierleiter.

Und wer dann darin sitzt und aufmerksam lauscht, wird vielleicht ein Ticken wahrnehmen können. Das kommt dann wahrscheinlich von den Uhren der Herren Minister Schlotmann und Caffier, die ihre Zeitmesser in einer Schatulle bei der Grundsteinlegung einbauen ließen. Aber so leise wird es wohl nicht werden, denn auf der Polizeidienststelle wird rund um die Uhr gearbeitet.