

Das Gebiet wurde dafür in fünf Quartiere aufgeteilt: die Neue Bleicherstraße und das Elektrizitätswerk östlich des ehemaligen Güterbahnhofs und die Polizeidirektion, Lindenstraße und Ostsee-Zeitung auf der Westseite.

Vor allem die Lindenstraße direkt zwischen Ostsee-Zeitung auf der einen und Jenaplanschule und Bank auf der anderen Seite stellte sich für viele Einwohner als optimierungsbedürftig dar. Vorgeschlagen wurden ein Wendehammer und eine Treppe am Ende zur Bahnhofstraße. Die Bahnhofstraße an der steilen Böschung ist sowieso ein unwirtlicher Raum, waren sich gleich mehrere einig. Verkehrsberuhigung, ein Café oder eine Vinothek könnten diese Gegend attraktiver machen. Befürchtet wird, dass die Straße als Abkürzung benutzt wird und somit zur Belastung wird. Eine Umgehungsstraße wurde daher gefordert und dabei kritisiert, warum eine solche Verkehrsführung nicht bei der Umwandlung des Areals des ehemaligen Güterbahnhofs zu einem Wohnquartier ausreichend berücksichtigt wurde.
Zu verschiedenen Ideen inspirierten auch die Freiflächen. An der Grünfläche mit zwei denkmalgeschützten Bäumen hinter dem Jazz zeigt sich insbesondere die benachbarte Jenaplanschule interessiert. „Zurzeit haben wir 425 Schüler. Das heißt, das Haus ist bis unters Dach sehr gut gefüllt. Wir platzen aus allen Nähten und müssen uns demnächst in irgendeiner Form erweitern“, erklärt Martin Plant den Raumbedarf. Auch an der Warnow gibt es noch freie Flächen. Die sollen am Besten auch dort bleiben und mit Wegen zugänglich gemacht werden. Eine Fußgängerbrücke über den Fluss wurde gleich mit vorgeschlagen. Überhaupt fehle es an Grün. Zusätzlichen Wohnraum solle es hingegen in diesem Bereich nicht mehr geben, sagten einige Workshopteilnehmer. Ob die Ansiedlung von Einzelhandel hier sinnvoll ist, blieb umstritten.
Die Kritikpunkte und Ideen der Einwohner werden dokumentiert und sollen neben den Anregungen von Fachleuten und Politikern in den Abwägungsprozess einfließen, kündigt Stadtplanerin Anja Epper an. Auf dieser Grundlage werde nun in den nächsten Monaten ein Konzept entwickelt, das in einer weiteren Einwohnerversammlung zur Diskussion gestellt wird. Zum Ende des Jahres soll die Bürgerschaft darüber beschließen.

Zu einem Stadtrundgang lädt die Stadtverwaltung am Samstag (21. März) ein. Bei einer Ortsbegehung durch die fünf Rahmenplanquartiere sollen Anregungen vertieft und konkretisiert werden. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Steintorkreuzung vor dem Gebäude der Ostsee-Zeitung.