
Für den erfahrenen Tierpfleger, der bereits sechs weitere Rostocker Eisbärenkinder in den ersten Monaten begleitete, ist der noch namenlose Eisbärenjungen etwas Besonderes: „Er ist das erste Jungtier, was bei der Mutter aufwächst und trotzdem immer wieder den Kontakt zu den Pflegern sucht. Mit Vilma haben wir eine extrem ruhige und umgängliche Mutter.“

Das Entzücken über die beiden Eisbären ist groß auf Seiten der Zuschauer, die in dem abgesperrten Bereich vorwiegend aus Pressevertretern und einer Kindergartengruppe bestand.
Zoodirektor Udo Nagel zeigte sich sehr stolz: „Es ist der letzte Eisbärennachwuchs auf der alten Anlage. Erst einmal bleibt er dieses und nächstes Jahr hier.“ Dann geht er in einen anderen Zoo. So wie auch die anderen drei Eisbären vorübergehend ausziehen müssen, damit an dieser Stelle die neue Eisbärenanlage, das „Polarium“, entstehen kann. Dort werden dann bis zu drei erwachsene Eisbären und ihr Nachwuchs leben, kündigt der Zoodirektor an.
Doch zunächst steht die Taufe des kleinen Eisbären am nächsten Dienstag ab 10 Uhr an. Fünf eingereichte Vorschläge haben es in die engere Auswahl geschafft: Nanouk, Norwin, Bjarne, Fiete und Lars/Larsson.Fotos vom ersten Ausflug des kleinen Eisbären im Rostocker Zoo:

In den letzten Tagen haben die Tierpfleger acht bis zehn Stunden pro Tag helles Licht im Inneren der Bärenanlage angelassen, damit der kleine Eisbär sich an die Helligkeit gewöhnt. 
Der kleine Eisbär entwickelt sich hervorragend. Er sei sehr agil, berichten die Tierpfleger. 
Wenn es nach der Eisbärenmutter gegangen wäre, hätten die beiden schon vor drei Wochen raus gekonnt. Doch die alte Anlage hat zu hohe Stufen. Da musste der Nachwuch noch etwas wachsen. 
Eine Zunge hat der kleine Eisbär auch. 
Zum ersten Mal erkundet der kleine Eisbär mit seiner Mutter die Außenanlage im Zoo Rostock. 
Holz, Sand, Wasser - viele neue Eindrücke. 
Während Mama gleich ein Bad nimmt, tastet sich ihr Nachwuchs vorsichtig ans Wasser. In den nächsten Tagen wird immer ein Tierpfleger neben der Anlage wachen. Falls der Kleine ins Wasser fällt und nicht wieder rauskommt, wird er mit einer langen Stange den Ausweg weisen. 
Eisbärin Vilma und ihr Sohn. Papa Lars ist mit Vienna auf der großen Nebenanlage. 
Entdeckungsfreudig und agil zeigt sich der Rostock Eisbärennachwuchs. 
Nach 15 Minuten auf der Außenanlage gibt es erst einmal eine kleine Verschnaufpause. 
Die Zuschauer sind verzückt vom Rostocker Eisbären-Nachwuchs.