Die Musik ist wie das offene Meer. Erst ist alles still, doch allmählich wird es unruhig. Der Pegel steigt an und die ersten zarten Wellen wogen. Kurz wird es wieder still, dann setzen Bläser und Schlagwerk ein und die akustischen Wellen türmen sich auf. Immer mehr wachsen sie an, bedrohlich und doch faszinierend, um sich in einem Schwall von Tönen in das Publikum zu ergießen. Herzlich willkommen Hanse Sail 2011.
Das Eröffnungskonzert der diesjährigen Großveranstaltung fand gestern in der Halle 207 im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern statt. Für die Gestaltung des Abends sorgte die junge norddeutsche philharmonie unter der Leitung des australischen Dirigenten Nicholas Milton. Das Orchester besteht aus ungefähr 100 jungen Musikern aus Norddeutschland. Seit 2009 können so Studierende und andere junge Musikbegeisterte mit renommierten Dirigenten zusammenarbeiten und professionelle Konzerterfahrungen sammeln.


Da das Schiff gerade in Norwegen vor Anker lag, wählte Kadouch ein Stück von Edvard Grieg, einem der bekanntesten skandinavischen Komponisten. Schon bei den ersten Tönen vom „Konzert a-Moll für Klavier und Orchester op. 16“ lag das Schiff wieder ganz leicht im Wasser und bei den Zuhörern stellte sich eine Gänsehaut auf. Unter die Melodien mischte sich perfekt passend das leichte Prasseln des Regens auf dem Dach der Halle. In dem Spiel konnten man das gesamte Spektrum der Hanse Sail wiedererkennen. Die Vorfreude, das Einlaufen der Schiffe, Euphorie, aber auch die Enttäuschung, weil das Wetter mal wieder nicht mitspielt.

Damit ist das Schiff der Hanse Sail offiziell im Rostocker Hafen angekommen. Nun heißt es Leinen los für vier tolle Tage mit Musik, Spaß und ganz vielen Schiffen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter mitspielt.