Zum ersten Mal ist die 32 Meter lange Brigantine 'Tres Hombres' anlässlich der 24. Hanse Sail 2014 in die Hansestadt Rostock gekommen. Als eines der ersten Schiffe ist sie bereits am Sonntag mithilfe von Schleppern im Stadthafen eingelaufen.
Die 'Tres Hombres' wurde als das weltweit erste Segelfrachtschiff mit der Unterstützung der Fairtransport-Stiftung und weiterer Helfer gebaut. Inspiriert ist der Name von den drei Initiatoren Andreas Lackner, Jorne Langelaan und Arjen van der Veen. Seit Dezember 2009 ist der Fairtransport-Segler, unter der Leitung des Kapitäns Lammert Osinga, auf den Weltmeeren unterwegs und transportiert Fair Trade-Produkte. Im Winter wird Ware wie Kaffee, Rum oder Kokosöl aus der Karibik verladen. In den Sommermonaten wird biologischer Wein von Frankreich nach Kopenhagen verschifft.

Das Besondere an dem Segelfrachtschiff ist, dass es - im Gegensatz zu vielen anderen Frachtschiffen - keinen Motor besitzt und allein durch Wind angetrieben wird. Die Fairtransport-Stiftung hat die Vision eine Welt zu schaffen, in der Ladung ausschließlich auf diese Weise transportiert wird. Damit wollen sie gegen die zunehmende Umweltverschmutzung, insbesondere durch Frachtschiffe, angehen und Verbraucher auf diese Alternative aufmerksam machen.

Mit dem großen Erfolg des ersten Segelfrachtschiffes ist nun die Restauration eines zweiten, größeren Schiffes in Planung und Arbeit, die NORDLYS IV. Dieses Schiff ist 25 Meter lang und bietet eine Kapazität von 48 Tonnen. Die Nordlys übernimmt die Routen in der Nordsee und bezieht unter anderem Ware aus Norwegen, Portugal, England und Frankreich.

Die 'Tres Hombres' ist während der Hanse Sail für Besucher frei zugänglich. Kleine Produkte der Fairtrade-Klasse A, wie Kaffee, Schokolade oder Kokosöl aus der Karibik, können direkt auf dem Schiff gekauft werden.
Nach der Hanse Sail segelt das Schiff weiter nach Schottland, um von dort aus einen neuen Bio-Whisky zu verschiffen. Doch es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die 'Tres Hombres' im Rostocker Stadthafen einläuft, denn nun gehört auch Rostock, neben Kopenhagen, zu den Abnehmern des französischen Fairtrade-Weins.