„Faszination Moor“ - Fotoausstellung im StALU MM

Schülerinnen der 8. Klasse des Gymnasiums Reutershagen eröffnen mit ihrer Biologielehrerin Projektausstellung

27. Mai 2011, von
Amtsleiter Hans-Joachim Meier mit den Schülerinnen des Projekts
Amtsleiter Hans-Joachim Meier mit den Schülerinnen des Projekts

Alles außer Moorleichen haben die Gymnasiastinnen Nicola Martens, Amelie Smolenski, Helene Wernitzsch und Katharina Höher mit ihrer Lehrerin Ute Ciminski im Göldenitzer Moor entdeckt. Im Projekt „Faszination Moor – gefährdeter Lebensraum noch zu retten?“, das 2009 ins Leben gerufen wurde, lernten sie eine beeindruckende Moorlandschaft mit typischer Tier- und Pflanzenwelt kennen, die den meisten Menschen leider unbekannt ist. Die Schülerinnen beobachteten und dokumentierten diesen besonderen Fleck Natur jeden Monat über zwei Jahre hinweg.

Die Ergebnisse des Projekts hat die Gruppe bereits bei regionalen und bundesweiten Wettbewerben eingereicht und für ihr Engagement etwa im Bundes-Umweltwettbewerb 2009/2010 den Hauptpreis erhalten.

Biologielehrerin Ute Ciminski erklärt, wie das Projekt entstanden ist
Biologielehrerin Ute Ciminski erklärt, wie das Projekt entstanden ist

Das Ziel dabei ist es, so Projektleiterin Ute Ciminski, „auf die Bedeutung des Lebensraums Moor aufmerksam zu machen.“ „Denn durch Entwässerung zur landwirtschaftlichen Nutzung und durch Torfabbau sind ungefähr 90 Prozent der Moore zerstört“, erklären die Schülerinnen während ihres Eröffnungsvortrags den interessierten Besuchern.

Die Gymnasiastinnen geben Erklärungen zu ausgewählten Bildern der Ausstellung
Die Gymnasiastinnen geben Erklärungen zu ausgewählten Bildern der Ausstellung

Auf den ausgestellten Fotos ist der Einfluss der Jahreszeiten auf das Göldenitzer Moor und auch der Erfolg der stattfindenden Renaturierung zu sehen. Mit ihrem Projekt möchten die Schülerinnen auch die Gefährdung der Moore in den Blick der Öffentlichkeit rücken und Unterstützer suchen, die wie sie diesen Lebensraum erhalten wollen. Denn gerade im Hinblick auf den Klimawandel wird der klimatische Einfluss des „Luchs“, wie man das Moor in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnet, immer bedeutender.

Auf über 35 Fotos, die vor allem die Schönheit dieses Lebensraums und die Vielfalt der Flora und Fauna zum Ausdruck bringen, stellen die Schülerinnen die „Faszination Moor“ vor. Eine Informationstafel und ein Regal mit Bodenproben, die die Schülerinnen entnommen haben, zeigen außerdem inhaltliche Aspekte des Projekts. Neben den Fotos ist eine ca. 4000 Jahre alte, ausgegrabene Wurzel spannender Bestandteil der Ausstellung.

Die Besucher sind vom Engagement der Schülerinnen beeindruckt
Die Besucher sind vom Engagement der Schülerinnen beeindruckt

Die Besucher der Eröffnung waren vor allem von der Leidenschaft der jungen Schülerinnen begeistert, die bereits im Alter von 14 Jahren mit dem Projekt begannen. „Ich habe mich zwar schon immer für Tiere und Pflanzen interessiert, aber auf das Moor wurden wir erst durch Frau Ciminski aufmerksam gemacht“, erzählt Nicola Martens. Und auch Katharina Höher konnte ihr allgemeines Interesse für Natur, wie sie sagt, durch das Projekt auf die Moorlandschaft spezialisieren.

Die Schülerinnen wollen sich auch in Zukunft weiterhin mit „ihrem“ Moor beschäftigen und erstellen zurzeit mit vier weiteren Schülern ihrer Klasse einen virtuellen Lehrpfad durch das Moor. Die Ausstellung „Faszination Moor“ ist im Flur der 11. Etage des Landesbehördenzentrums Rostock-Südstadt in der Erich-Schlesinger-Straße 35 vom 27. Mai bis 23. August 2011 montags bis donnerstags (9 bis 17:30 Uhr) und freitags (9 bis 16:30 Uhr) kostenlos zu besichtigen.

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