
Bis zum 30. Juni 2013 hat der FC Hansa diese Aufgabe nun in die Hände von Marc Fascher gelegt. Mit sofortiger Wirkung tritt der Vertrag in Kraft. Gleich am Vormittag leitete der Hamburger seine erste Trainingseinheit bei dem Rostocker Drittligisten.
Konditionsübungen, Pässe, Trainingsspiel – Marc Fascher, der zuletzt die Mannschaft bereits beim Heimspiel gegen Chemnitz live im Stadion beobachtet hat, will erstmal Input sammeln. „Klar hab ich eine Philosophie im Kopf. Aber das Bild muss sich in den nächsten Trainingstagen erst noch vervollständigen“, hält Marc Fascher sich noch bedeckt. Er betrachte es als Herausforderung, mit einer Mannschaft zu arbeiten, die er nicht zusammengestellt hat. Vor unpopulären Entscheidungen wolle er nicht zurückschrecken, kündigt der neue Trainer an.
Sein Ziel: Kurzfristig die Mannschaft, die sich nach dem Abstieg in die 3. Liga nun auf dem 14. Rang befindet, wieder auf die Erfolgsspur bringen. „Ich halte nichts davon, über langfristige Ziele zu sprechen. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir am Samstag im Pokal eine Runde weiterkommen, Selbstvertrauen tanken. Das hat kurzfristig Priorität.“
Das Wort „Aufstieg“ mag auch der Hansa-Vorstand nicht in den Mund nehmen. „Es geht darum, der Mannschaft wieder Leidenschaft einzuhauchen, damit sie erfolgreich Fußball spielen kann. Nach acht Spielen müssen wir aufpassen, dass wir nicht komplett hinten reinrutschen“, sagt Bernd Hofmann und hofft mit Marc Fascher die Situation zu stabilisieren.

Dass sich die Hansa-Kogge momentan jedoch selbst im schwierigen Fahrwasser bewegt, da der immer noch vakante Teammanagerposten mittlerweile auch den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden zum Schaukeln bringt, tut seiner optimistischen Einstellung dabei keinen Abbruch.