Drei Küsse gab es zur Begrüßung für das Publikum bei der Vormittagsvorstellung „Der Froschkönig“ im Klostergarten. „Bääähhhh…!“, erwiderten viele der jungen Zuschauer, im Kindergartenalter, lautstark dem Clown auf der Bühne. Die Sympathien waren geweckt, also konnte es losgehen.
Am besten mit Musik zur Einstimmung. Aber oh weh! Die Töne klangen gequält. Irgendetwas stimmte mit dem Saxophon nicht. Und tatsächlich, es war verstopft. Ein kleiner Frosch war in das Instrument gekrochen. Nun, da er entdeckt war, wollte auch er mitmachen bei dem Märchen, welches der Clown den Kindern erzählte.

Zum Glück taucht ein Frosch auf. Dieser jedoch will ihr nur helfen, wenn das Königskind ihm verspricht, mit ihm Tisch und Bett zu teilen. Ohne die Absicht, ihr Versprechen zu halten, lässt sich die Prinzessin auf das Angebot des Frosches ein. Sie erhält ihre Kugel zurück und ist darüber glücklich.
An dieser Stelle war für den Clown die Geschichte beendet. Doch unter den Zuschauern regte sich Protest. „Der Frosch, die Prinzessin – es waren doch alle da!“, wehrt sich der Clown.

Mit verblüffend einfachen Mitteln setzte Puppenspielerin Sabine Zinnecker die Vorlage der Brüder Grimm auf der Bühne um. Da wurden eine Bettpfanne zur Sonne und ein Regenschirm zum Wald. Sabine Zinnecker selbst schlüpfte in die Rolle des Clowns der Rahmenhandlung und hauchte auch den übrigen Figuren auf originelle Weise Leben ein.
Neben dem Frosch und der Prinzessin wären da noch der König und die fünf Schwestern der Prinzessin zu nennen. Letztere haben auf einer Hutkrempe Platz genommen, darunter auch die Meckernde und die Kleckernde, und verspeisen genüsslich die königlichen Nudeln mit Tomatensoße. An dieser Lieblingsspeise vieler Kinder wurde auch deutlich, wie gut sich die Theaterfrau auf das junge Publikum eingestellt hatte. Das alte Märchen peppte sie erfolgreich mit den Kindern vertrauten Elementen aus ihrem Alltag auf. Auch der Humor, von dem es reichlich in dem Stück gab, brachte die Zuschauer oft zum Kichern und Lachen.
