
Inzwischen sind die Schneemassen geschmolzen (oder schon wieder im Anmarsch?) und auch die damalige Gefahr ist gebannt.
Zu meiner Freude nahm sich meine liebe Schwester Anni ein wenig Zeit für mich und begleitete mich zum „Börgerhus“, um mich bei meiner Arbeit zu unterstützen.

Gudrun Herold ist Groß Kleiner Künstlerin und leitet als ehrenamtliche Mitarbeiterin seit 2006 eine Malgruppe im „Börgerhus“. Die Ausstellung ist schon ihre zweite in dem Gebäude.

Vom Englischen abgeleitet und aus der Musik bereits bekannt, ist „scratchen“ nichts anderes als kratzen. Dabei werden in speziellen, mit schwarzer Farbe beschichteten Karton mit einem spitzen Gegenstand Linien und Strukturen hinein gekratzt.
„Es ist sehr schwierig, weil jeder Strich, der daneben ist, auch daneben bleibt.“, erläutert Gudrun Herold die Probleme der Technik.
Mit dem Malen angefangen hatte die Künstlerin etwa 1998, als das Zeichnen Teil der Therapie während einer Reha-Behandlung war. Während dieser Zeit fand sie Geschmack an der Kunst, entdeckte ihr Talent und konnte die Schmerzen dadurch ausblenden.
Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die kurze Geschichten von den „Kleinen Leuten in Swabedoo“ vorgetragen.

Dieser Gedanke sät im Volk solches Misstrauen, dass bald niemand mehr seine Pelzchen tauschen mag und stattdessen die kalten Steine des Kobolds untereinander verteilt werden.
Die Geschichte hatte leider kein richtiges Happy End, als Zeichen des Dankes schenkte Künstlerin Gudrun Herold anschließend jedoch jedem Gast ein kleines Pelzchen. (Eine tolle Idee, wie ich finde!)
Im Anschluss ging es an die Besichtigung der kleinen Ausstellung. In den Fluren des „Börgerhus“ sind derzeit viele Aquarelle, teilweise auch Bleistift- und Tuschezeichnungen mit überwiegend Pflanzenmotiven zu sehen. Ein Besuch lohnt sich immer!