„Im Pokal hast Du immer eine echte Chance“, stellt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf klar und erinnert sich, wie ihm als Trainer des Drittligisten Kickers Offenbach 2010 eine Pokalsensation gegen Borussia Dortmund gelang, als der OFC den späteren deutschen Meister im Elfmeterschießen mit 4:2 bezwang.
„Ich sehe, dass wir wirklich eine Chance haben weiterzukommen, aber da muss alles passen“, gibt sich Wolf optimistisch. „Ohne Angst vor Fehlern“, sollen seine Jungs in die Pokalpartie gehen, „vielleicht fällt uns das in dem Spiel etwas leichter“, hofft der Trainer, nachdem Hansa zuletzt gegen Chemnitz sehr verunsichert aufgetreten ist.
Zwar sind die Rostocker nicht in der Favoritenrolle, doch Druck gibt es trotzdem, die Zuschauer hätten schon Erwartungen, stellt der Hansa-Coach klar: „Wenn die Leute herkommen, erwarten die, dass eine Pokalsensation gibt.“ Und auch die Mannschaft selbst habe nach dem zuletzt spielerisch schwachen Auftritt Ansprüche an sich selbst.

Was den Kader betrifft, sieht es bei Hansa Rostock vor allem in der Innenverteidigung nicht rosig aus. „Wenn er niest, hat er im Bauchbereich riesige Probleme“, beschreibt Wolf den Zustand von Abwehrchef Matthias Holst. Auf jeden Fall vermeiden möchte der Hansa-Coach, dass Holst sich „für das Pokalspiel fit spritzen lässt“ und dann möglicherweise in den drei wichtigen Punktspielen der bevorstehenden englischen Woche fehlt.
Da auch Stephan Gusche noch nicht zu 100 Prozent fit ist, könnte bei Bedarf wieder Kapitän Sebastian Pelzer – wie schon gegen Babelsberg – in der Innenverteidigung aushelfen, vielleicht zusammen mit Ronny Marcos auf der linken Seite.

Schlechte Nachrichten gibt es hingegen von Mohammed Lartey – mit einer Knochenentzündung im Schambeinbereich fällt er mindestens drei Monate aus. „Wenn wir Glück haben, ist er zu Beginn der Rückrunde wieder dabei“, erklärt Wolfgang Wolf, „das trifft mich sehr hart.“
Bis zum Ende der Transferperiode am 31. August wird der Verein versuchen, Verstärkung auf Larteys Position zu finden. In finanzieller Hinsicht wäre das Erreichen der nächsten Runde im DFB-Pokal dabei für den klammen Verein doppelt wichtig.
Zwischen acht- und zehntausend Fans werden morgen Abend in der DKB-Arena erwartet, darunter auch etwa 500 Anhänger der Roten Teufel - Anpfiff ist um 18:30 Uhr.