
245 Großsegler und andere Schiffe werden an den Kaikanten zwischen Warnemünde und der Rostocker Innenstadt festmachen. Schiff Nr. 246, eine 70 Meter lange Brigg unter englischer Flagge hat kurzfristig noch nach einer Unterbringungsmöglichkeit gefragt. „Das sollte doch wohl noch zu machen sein“, lautete die gastfreundliche Antwort von Hanse Sail-Chef Holger Bellgardt am Montag, wohl wissend „dass wir eigentlich an der Kapazitätsgrenze angekommen sind, was die Liegeplätze in diesem Jahr betrifft.“


Aber auch viele weitere Teilnehmerschiffe dürften das Interesse des Publikums auf sich lenken. Wie der Filmstar die „Bounty“, die für die Dreharbeiten 1961 als Replik des legendären Meutereischiffes nachgebaut wurde. Oder das deutsche Segelschulschiff „Gorch Fock“, die zum ersten Mal, nachdem sie nach den Schlagzeilen vom letzten Jahr in Kiel eingelaufen war, einen anderen Hafen ansteuert. Die auch den Landratten durch eine Bierwerbung bekannt gewordenen, grünseglige „Alexander von Humboldt“ wird auf ihrer Abschiedstour nach Rostock kommen.
Von den Traditionsseglern bzw. ihren Repliken bis zu modernen Kreuzlinern wird den Besuchern eine ziemlich einmalige Palette an Schiffen und Schiffbautechniken vor Augen geführt. Einige Schiffe können sogar an Bord besichtigt werden (Open Ship). Wer sich einen Eindruck von ihrer Seetüchtigkeit verschaffen möchte, kann bei vielen auch an einem Tagestörn teilnehmen.

Das Eröffnungsprogramm wird allerdings aufgrund der aktuellen traurigen Ereignisse in Norwegen, dem diesjährigen Partnerland der Hanse Sail, geändert, kündigt Holger Bellgardt an. „Wir werden am Donnerstag traditionell zur Eröffnung der Sail nicht böllern. Auch der Fassbieranstich wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Das gebietet die Höflichkeit gegenüber unseren Freunden in Norwegen.”
Weitere Informationen gibt es auf der Website: http://www.hansesail.com/