Ein Dreierpack hat schon im Stadthafen festgemacht. Die niederländischen Segelschiffe J.R.Tolkien, Loth Lorien und Minerva haben sich vorsorglich schon mal nebeneinandergelegt. Noch sei dies zwar nicht nötig, aber die Liegeplätze werden knapp, sagte Sail Chef Holger Bellgardt. Zwölf über 60 Meter lange Großsegler werden am kommenden Wochenende Warnemünde ansteuern. Dazu erwartet das Ostseebad am Samstag den ersten Fünffachanlauf in seiner Kreuzfahrtgeschichte.
Insgesamt über 220 Schiffe haben sich für die 23. Hanse Sail vom 8. Bis 11. August angemeldet. Darüber sind sicherlich nicht nur die Organisatoren froh. Denn „es ist nicht einfach, häufig ehrenamtlich betriebene ältere Schiffe über die Runden zu bringen“, betont Bellgardt und verweist auf den brodelnden Konflikt zwischen dem gesetzlichen Versicherer BG Verkehr und den Eignern traditioneller Schiffe.

Viele Schiffe liegen schon im Stadthafen und am Warnemünder Passagierkai hat gestern Abend das Marinesegelschulschiff „Gorch Fock“ festgemacht.
Ein großer Schwung wird heute Abend noch erwartet. Dann werden viele Windjammer einlaufen, die direkt aus Stettin kommen, wo am letzten Wochenende die Tall Ship Races stattgefunden haben. Unter ihnen auch die brasilianische „Cisne Branco“, ein Sail-Neuling, die wohl den weitesten Weg bis an die Warnow zurückgelegt hat. Aus dem Westen wird sich ein Koggengeschwader nähern, das aus Wismar aufgebrochen ist. In Dänemark ist heute mit Ziel Hanse Sail die Haifischkutter Regatta gestartet.

Auf acht Bühnen wird ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm präsentiert. Zahlreiche Kultur- und Sportveranstaltungen ergänzen das Programm der Hanse Sail und sollen wieder über eine Million Menschen in die Stadt locken. „Darunter machen wir es nicht mehr“, gibt sich Roland Methling, Oberbürgermeister und früherer Sailchef, selbstbewusst. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit, nachdem wir in den letzten Wochen vom Sommer verwöhnt wurden, sagt der Deutsche Wetterdienst Unwetter voraus.