
Dabei bestand durchaus das Risiko, dass schon dieser Akt ins Wasser fällt. Kurz vorher ging ein ordentlicher Regenguss nieder, doch pünktlich um 17 Uhr war es damit wieder vorbei.

Zum Beispiel, dass zu den ersten Großseglern die Gorch Fock und die Capitan Miranda aus Uruguay gehörten. Er bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn er den „Mastenwald” sehe. Und auch mit der Prominenz, die in den Jahren die Hanse Sail besuchte, unter ihnen Gerhard Schröder und Wolfgang Thierse, verbindet man teils ungewöhnliche Erinnerungen. So etwa, dass Roland Methling Karina Jens 2001 über den Zaun helfen durfte, weil man vergessen hatte, sie einzuladen.

Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke, Chef des Marineamtes stellt die Highlights vor, mit denen die deutsche Marine, aber auch die ausländischen Gäste aufwarten. Dazu gehöre auch das Schnellboot „Hermelin” im Stadthafen.

Eine ganz andere Bedeutung hat Rostock für Norbert Fönings, den „fischelanten Sachsen”. Der 62-jährige verbindet damit anderthalb Jahre Vorbereitung und einen 385 Kilometer Fußmarsch von Leipzig nach Rostock. Den Rückmarsch verneint der gebürtige Rostocker lachend, das Bahnticket habe er bereits erworben.
Nach all diesen Gästen war es Zeit für den Hauptakt: Fallschirmspringer der Marine und die Miss Hanse Sail 2009 brachten die Glocke, mit der die Herren Methling, Sellering und Ferlemann schließlich die Eröffnung vollzogen.
Neben Glockenschlägen waren auch die Freunde der Schützengemeinschaft aktiv und steuerten sieben Böllerschüsse bei.

Die „Shantymen” aus Polen zeigten, dass sie auch bei Regen noch gute Laune verbreiten können. Denn Wetterkapriolen waren nicht nur Thema eines Filmrückblicks, sie gab es auch unmittelbar im Anschluss, als es leider wieder anfing zu regnen. Zu den Geburtstagskindern dieses Jahr darf sich übrigens auch der Karnevalsclub Rostock (RKC) zählen, welchen es ebenfalls schon 20 Jahre gibt – Grund genug für eine kleine Piratentanzvorführung und drei Mal „RKC – Olè!”