Hanseatische Bürgerstiftung Rostock vergab Preise
Die Hanseatische Bürgerstiftung Rostock schüttete zum sechsten Mal ihre Zinserträge aus, um Projekte in der Stadt zu fördern
7. April 2011, von LuisaMit 250.000 Euro Grundstock begann die Stiftung im Jahr 2005 ihre Arbeit. Seitdem ist das Vermögen auf mehr als 400.000 Euro angewachsen. Dieser Geldzuwachs wird vor allem durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern möglich gemacht, die dazu beitragen wollen, die Stadt noch lebenswerter zu machen.
So konnten gestern bereits zum sechsten Mal die Zinsen ausgeschüttet und an Projekte verteilt werden. „Geben ist immer schöner als nehmen“, stellte Wolfgang Grieger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, fest. Insgesamt kamen 13.000 Euro zusammen, die an 12 Projekte vergeben wurden, die ohne die finanzielle Unterstützung oft nicht realisierbar wären.
Ein ganz besonderer Schwerpunkt lag bei der Vergabe der Gelder aber ganz klar bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. So gingen zum Beispiel 1.000 Euro an das Projekt „Kostenfreies Schülerfrühstück“, das an zwei Grundschulen in Dierkow zurzeit von der Wohltat e.V. in Angriff genommen wird.
„Wir geben das Geld komplett für Lebensmittel aus“, erzählte Babette Limp-Schelling, die das Projekt leitet. „Es sind immer mehr Kinder, die ohne Frühstück in die Schule kommen und auch vorher nichts gegessen haben“, stellte sie fest. Und mit leerem Magen lerne es sich einfach viel schlechter.
Der Shantychor „de Klaashahns“, der zur musikalischen Untermalung der Preisverleihung bereitstand, hatte im letzten Jahr ein Weihnachtskonzert in der Nikolaikirche gegeben und die kompletten Einnahmen von über 8.000 Euro der Stiftung gespendete. Ihr Vorsitzender, Norbert Ripka, hatte diese Summe dann noch einmal auf 10.000 Euro aufgestockt und so hatten sie sich den goldenen Stiftungstaler verdient.
Wer sich vielleicht auch vorstellen könnte, etwas zum Miteinander in Rostock beizutragen, kann sich auf der Internetseite der Stiftung über Ziele und Projekte informieren. Denn wie Ministerpräsident Erwin Sellering feststellte, ist es „wichtig, das eigene Lebensumfeld zu verbessern und daran mitzuwirken.“