Gute Nachrichten für Patienten. Um Herz- und Kreislauferkrankungen am Rostocker Universitätsklinikum künftig noch besser zu erkennen und zu behandeln, wollen die Spezialisten aus den Bereichen Kardiologie, Kinderkardiologie, Herzchirurgie sowie Anästhesiologie und Intensivtherapie ihre Kräfte im Universitären Herzzentrum Rostock (UHZ) bündeln.

Weitere Synergieeffekte verspricht sich der Herzchirurg vom Austausch ärztlichen und pflegerischen Personals sowie von Leitlinien-basierten Therapieentscheidungen.
Auf diese Weise sollen sich die Behandlungswege und Verweildauern der Patienten verkürzen. Gewünschte Nebenwirkungen dieser Vorgehensweise sind eine wirtschaftliche Effizienzsteigerung und eine höhere überregionale Attraktivität der Klinik. Schon jetzt kommen die Patienten aus einem Umkreis, der bis nach Berlin und Hamburg reicht. Andreas Liebold ist von der Qualität und Einzigartigkeit der Angebote überzeugt: „Wartezeiten gibt es nicht. Sobald eine Diagnose gestellt wurde, erfolgt die Behandlung.“

Nachdem der erste Schritt mit dem Startschuss für das Herzzentrum im Beisein von Bildungsminister Henry Tesch am 6. Mai genommen wurde, ließen die Ärzte noch Einblicke in ihre Arbeitsbereiche zu. In der Chest-Pain-Unit erläutert der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Professor Dr. Peter Schuff-Werner, dass sich Menschen mit Brustschmerzen (engl. Chest-Pain) direkt an diese Ambulanz wenden können, ohne vorher den Hausarzt oder andere Stationen aufsuchen zu müssen. Da bei Schmerzen in der Brust eine schwere Herz- oder Kreislauferkrankung nicht ausgeschlossen werden kann, wird auf diese Weise eine schnelle Hilfe möglich.
Für das hohe fachliche Niveau der Behandlungen sorgt nicht zuletzt auch die wissenschaftliche Begleitung, die ein weiteres zentrales Anliegen des Herzzentrums ist. Weitere Aktivitäten sollen sich mit einem Curriculum ärztlicher Weiterbildung und Forschungsprojekten befassen.
