Horteinweihung in der Herderstraße

Der KOE Rostock hat einen Hortneubau in der Herderstraße ans DRK übergeben, insgesamt können 150 Grundschüler in dem innerstädtischen Neubau betreut werden

10. Oktober 2017
Fenja und Agatha haben doppelt Grund zur Freude. Sie können ihre Nachmittage nicht nur in einem neuen Hort verbringen, sondern haben von Sozialsenator Steffen Bockhahn, KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht und dem Rostocker DRK-Kreisverbands-Vorstandvorsitzendem Jürgen Richter zur Einweihung ein Wolkenschaf geschenkt bekommen, das 2019 bunt bemalt im Rostocker Zoo ausgestellt werden soll. (Foto: Eigenbetrieb KOE Rostock)
Fenja und Agatha haben doppelt Grund zur Freude. Sie können ihre Nachmittage nicht nur in einem neuen Hort verbringen, sondern haben von Sozialsenator Steffen Bockhahn, KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht und dem Rostocker DRK-Kreisverbands-Vorstandvorsitzendem Jürgen Richter zur Einweihung ein Wolkenschaf geschenkt bekommen, das 2019 bunt bemalt im Rostocker Zoo ausgestellt werden soll. (Foto: Eigenbetrieb KOE Rostock)

Wenn in der St.-Georg-Grundschule nach dem Unterricht die Glocke den Feierabend einläutet, stürmen die Knirpse der ersten bis vierten Klasse eine Straße weiter. Dort, in der Herderstraße 6, verbringen sie seit kurzem ihre Nachmittage. Der Eigenbetrieb „Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock“ hat hier einen neuen Hort gebaut. Einen, der Kinderherzen höher schlagen lässt. Auf jeder Etage darf geturnt, musiziert oder gebastelt werden. Die Flure sind mit bunten Kreisen verziert, die Fußböden leuchten in freundlichen Farben. In den Fenstern hängen herbstlich bunte Blätter, bemalt mit lächelnden Gesichtern.

In der Herderstraße 6 ist wieder Leben eingezogen. Bis 2012 stand auf dem Anwesen eine Kindertagesstätte. Diese genügte jedoch nicht mehr den Anforderungen einer sicheren und kindgerechten Einrichtung. Ein Gutachten zum Zustand des Gebäudes und Untersuchungen zu möglichen Sanierungsmaßnahmen verdeutlichten, dass ein Neubau die vernünftigste Option darstellte – nicht nur hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, sondern auch entsprechend der hohen Bedingungen an den Brandschutz sowie der technischen Gebäudeausrüstung.

Im April 2016 konnte der KOE mit den Abrissarbeiten der ehemaligen Kita beginnen. Ende Juni 2016 fiel der Startschuss für den Neubau. Mit dem Schuljahr 2017/18 nahm der Träger, die DRK Rostocker Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, den Hort schließlich in Betrieb.

Insgesamt können in dem Neubau 150 Grundschüler auf mehr als 1100 Quadratmetern betreut werden. „Mit der Erweiterung der Hortkapazitäten begegnen wir den steigenden Schülerzahlen im innerstädtischen Bereich. Der Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten ließ sich mit dem Bestand nicht decken“, sagt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. „In kaum einer Stadt deutschlandweit nehmen so viele Eltern das Angebot einer Hortbetreuung wahr, wie in Rostock. Das spricht für die exzellente Qualität der Angebote“, ergänzt Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport. Die hohe Nachfrage an Hortplätzen stelle die Stadt jedoch immer wieder vor Herausforderungen: „Kinder brauchen Platz“, begründet der Senator. Gemeinsam mit dem KOE wird stetig an Lösungen gearbeitet. Umso mehr freut es sowohl Sigrid Hecht als auch Steffen Bockhahn, dass an diesem Standort ein Horthaus eröffnet werden konnte.

Der Neubau ist umgeben von Mehrfamilienhäusern aus dem 19. und 20. Jahrhundert. In Anlehnung an die Gegebenheiten vor Ort und in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege haben die durch den KOE beauftragten Planer von b3 architekten + ingenieure ein fünfgeschossiges Gebäude entworfen, das einerseits Platz für offene Gruppenräume und andererseits für geschlossene Funktionsbereiche bietet. Im Erdgeschoss sollen ein Essbereich, eine Küche und ein Mehrzweckraum den gruppenübergreifenden Kontakt aller Kinder fördern. Die oberen vier Geschosse lassen mit jeweils zwei Gruppenräumen genügend Platz zum Spielen und Hausaufgaben machen.

Das gesamte Gebäude wurde barrierefrei erschlossen, jede Etage ist durch einen innenliegenden Fahrstuhl erreichbar. Zudem hat der seitliche Eingang des Hortes den Vorteil, dass durch die größere Entfernung zur Straße mehr Sicherheit für die Kinder gewährleistet wird.

Rund 2,5 Millionen Euro hat der Eigenbetrieb KOE Rostock in das Projekt investiert. Mandy Petruch, Prokuristin der DRK Rostocker Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, zeigt sich glücklich: „Im neuen Hortgebäude in der Herderstraße finden sich optimale Voraussetzungen. Wir sehen jedes Kind als einmalige, individuelle Persönlichkeit mit eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen. Hier können wir voll und ganz darauf eingehen.“

Quelle & Foto: KOE Rostock

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