Kinderschminken, Nägel lackieren und Haarsträhnen färben - das bieten Anna, Jenny, Ayleen und Marie ihren Kunden an. Zunächst wurden die vier Achtklässlerinnen für ihre Geschäftsidee belächelt, erzählt Projektbetreuerin Regine Reinhold. Doch heute nun wurde die Schülerfirma „The fantastic colours“ der vier Jungunternehmerinnen von kompetenter Stelle gewürdigt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock hat ihnen den ersten Preis des 15. IHK-Schulpreises verliehen. Der ist immerhin mit 1500 Euro dotiert. Geld, das die Schülerinnen ihrer „Schule am Inselsee“ in Güstrow spenden wollen, welche ihnen Räume und Computer zur Verfügung stellt. Ein Teil soll aber auch in hochwertigere Farben reinvestiert werden, kündigt Anna an. Schließlich werde das Angebot ständig erweitert und verbessert.
Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein und Spaß hätte ihnen ihr geschäftliches Treiben in der Freizeit gebracht, sind sich die vier Schülerinnen einig. Spaß und Freude daran, etwas zu wagen, das wünscht sich auch IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen von der zukünftigen Unternehmergeneration. Denn „das Leben als Unternehmer steckt voller Fallen“ und „Mut zum Scheitern“ gehöre dazu. Dann könne vielleicht aus einer „kleinen lustigen Schülerfirma ein Imperium werden“, weist der IHK-Präsident bei der Preisverleihung auf internationale Vorbilder wie Facebook hin.
Aber auch wenn es eine Nummer kleiner sein darf, stehen die Chancen für die Schüler nicht schlecht, gehören sie doch zu der Generation, die händeringend umworben wird, so Bildungsminister Mathias Brodkorb. Unternehmer suchen Fachkräfte und Nachfolger für ihre Firma. Dafür müssen nicht alle studieren, waren sich Madsen und Brodkorb einig.

Die Sieger haben sich nun für den Wettbewerb des IHK-Schulpreises 2014 der IHK Nord e.V. qualifiziert.