
Die erste Hürde auf dieser Karriereleiter haben sie genommen. Für ihr Fach Musik haben die beiden Studienanfänger im Juni eine Eignungsprüfung bestanden. „Drei Instrumente, Musiktheorie und Gehörbildung“, erklärt Maximilian Renois. Auch an anderen Hochschulen hat sich der 20-Jährige, der aus der Nähe von Greifswald kommt, beworben. Doch Berlin und Potsdam müssen auf ihn verzichten. „Rostock ist familiärer. Hier ist auch meine Heimat“, begründet er seine Entscheidung für die Hansestadt und „hier kann man noch mit dem Staatsexamen abschließen. Bachelor und Master sind ja nicht so berühmt.“
Für den Kölner Kevin Wildner war der Entschluss, nach Rostock zu kommen, schon bei seinem Kurzbesuch für die Aufnahmeprüfungen klar. „Mich hat das gleich überzeugt: die Stimmung, die Hochschule, das Meer, die nette Begrüßung.“
Im Rahmen der feierlichen Immatrikulation wurden die neuen HMT-Studenten heute ganz offiziell an der Hochschule willkommen geheißen. Insgesamt 90 Studenten haben sich zum Wintersemester 2012/2013 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock eingeschrieben. Knapp 50 davon in den Musikfächern, 23 für das Lehramtsstudium, 13 für Theaterpädagogik und zehn im Fach Schauspiel.
Neue Rektorin will den Stil der HMT ändern

Für die Rostocker Hochschule müsse sie noch ein Gefühl entwickeln. Der Besuch von Unterricht und Gespräche mit Mitarbeitern stehen daher in den ersten Tagen an. „Die Kontakte zu Partnern sollen sich verstetigen. Das will ich sofort angehen“, kündigt die Rektorin an. „Am Stil der HMT soll sich etwas ändern“, das sei vor allem eine interne Angelegenheit, sagt Susanne Winnacker. Ansonsten wollte sie sich aber noch nicht zur weiteren Entwicklung der Hochschule äußern.
Hier gebe es aber für die Hochschulleitung noch dicke Bretter zu bohren, machte der Vorsitzende des Hochschulrates Professor Dr. Dr. Dieter Schröder auf den Konflikt zwischen Landesregierung, für die der Ausbau der Hochschule abgeschlossen und damit auch der finanzielle Rahmen abgesteckt ist, und der HMT, die laut des bisherigen Rektors Christfried Göckeritz einen weiteren Ausbau für unvermeidbar hält, aufmerksam. „Auf absehbare Zeit müssen wir aus der Situation herauskommen, dass das eine Institut das andere bedrängen muss“, so Dieter Schröder. Schon jetzt reichen die Räumlichkeiten im Katharinenstift nicht aus. Studenten nutzen daher bereits Räume im Haus der Musik und in der Schule am Alten Markt zum Üben.
Ab morgen kann Susanne Winnacker dann offiziell den Bohrer in die Hand nehmen, dann wird ihr das Amt der Rektorin der HMT übergeben.