57. Internationaler Springertag und 18. FINA Diving Grand Prix
Wasserspringer aus 24 Ländern haben vor den Olympischen Spielen in London 2012 noch einmal ihre Kräfte in der Neptunschwimmhalle gemessen
13. Februar 2012, von Stefanie
Spitzenleistung von Brett und Turm zeigten in den letzten drei Tagen die Wasserspringer in der Neptunschwimmhalle. Aus 24 Ländern der Welt waren sie nach Rostock gekommen, um beim 57. Internationalen Springertag, bei dem gleichzeitig der 18. FINA Diving Grand Prix ausgetragen wurde, ihre Kräfte zu messen.

Mit den Kanadiern Alexandre Despatier und Jennifer Abel sowie dem Australier Matthew Mitcham – um nur einige zu nennen – befanden sich zahlreiche erfolgreiche Teilnehmer der Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften unter den Athleten. Aber auch sehr junge Wasserspringer gingen an diesem Wochenende an den Start.
Für viele waren die Wettkämpfe ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen Ende Juli in London. Denn in der Neptunschwimmhalle konnten sie sich für den Weltcup ab 20. Februar in London qualifizieren, um sich dort vielleicht noch eine Startposition für die Olympischen Spiele zu erspringen.

Mit fünf ersten Plätzen schnitten die Chinesen in den vergangenen Wettkampftagen am erfolgreichsten ab. Allein Sonntag konnten sie bei allen drei Finalen aufs oberste Siegertreppchen steigen. Jie Lian und Sheng Ping Wu ließen die Australierinnen Alexandra Croak und Melissa Wu sowie Christin Steuer und Nora Subschinski vom Deutschen Schwimmverband beim Zehn-Meter-Synchronspringen auf den Plätzen zwei und drei zurück.
Am Nachmittag sprangen Han Wang und Qulin Zheng vom Drei-Meter-Brett am synchronsten ins 30 Grad warme Becken – vor den Kanadierinnen Jennifer Abel und Emilie Heymans sowie Olena Fedorova und Anna Pysmenska aus der Ukraine.

Bei den Herren überzeugte Ai Sen Chen die Kampfrichter mit seinen Sprüngen vom Zehn-Meter-Turm. Sein Landsmann Siyi Xie belegte den zweiten Platz und der Dresdner Newcomer in der deutschen Nationalmannschaft Martin Wolfram sprang auf Rang drei.
Mit zwei Siegen kam das Team aus Deutschland auf den zweiten Platz der Gesamtwertung des 57. Internationalen Springertages. Stephan Feck und Patrick Hausding holten sich bereits am Samstag den Sieg beim Drei-Meter Synchronspringen der Herren. Und am Nachmittag lieferten die amtierenden Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Patrick Hausding und sein Partner Sascha Klein, der das Rostocker Publikum bereits im Dezember beim Vierländerwettkampf begeisterte, beim Sprung vom Zehn-Meter-Turm die beste Leistung ab.
Alle sportlichen Ergebnisse gibt es auf der Website des Springertages.

Fast 140 Sportler und Sportlerinnen traten insgesamt bei den Wettkämpfen des 57. Internationalen Springertages in Rostock an. Etwa achtzig ehrenamtliche Helfer unterstützten bei der Vorbereitung und Durchführung des Sportereignisses. Eine Generalprobe, denn schon im nächsten Jahr und 2015 werden in unserer Hansestadt die Europameisterschaften im Wasserspringen ausgerichtet.
Vielleicht sollten sich die Organisatoren dann noch einmal Gedanken über den Transport der Teams innerhalb der Stadt machen. Denn als die jungen Sportler am Abend alle auf einmal die Neptunschwimmhalle verließen, mussten sie in den viel zu engen Linienbus des Sponsors RSAG abtauchen.