

Es ging hierbei nicht nur um das „Wohin“, sondern vor allem um das „Wie“ und „Was“. Konkret wurde über Finanzierung und Gestaltungsmöglichkeiten informiert. Wie wäre eine Summerschool als Alternative zu einem kompletten Auslandssemester? „Vorantreibung der Internationalität“ hieß es da. „Ein Auslandsaufenthalt macht sich nicht nur gut in ihrer Vita - es ist auch gut für ihre Vita.“
Unis, Auslandsorganisationen und Förderer hatten im Foyer Station bezogen. Kolumbien neben China, Russland und Polen als Nachbarn von Kanada gleich neben Korea, Neuseeland und Mexiko. Neben allgemeinen Broschüren, Flyern und weiterem Informationsmaterial stellte vor allem die Anwesenheit Auslandserprobter und jener, die ihr Auslandsabenteuer gerade in Rostock erleben, eine wertvolle Bereicherung dar.
So sitzen am „Au Pair in den USA“-Tisch Jasmina Köhler (21) und Kitty Schulz, selbst Studentinnen an der Uni Rostock. Beide haben ein Jahr lang in Amerika gelebt und als Au-pair gearbeitet. „Die Persönlichkeitsentwicklung ist unbezahlbar“, so Politikwissenschaftsstudentin Jasmina, „man lernt nicht nur eine neue Sprache, sondern wird unabhängig und neuen Dingen gegenüber auch viel offener. Grenzen werden neu definiert, fern von der eigenen Heimat und Kultur.“

Was ihn dazu bewegt hat nach Deutschland zu kommen? Freunde und Familie hatten es ihm empfohlen, von seiner Universität bekam er damals keinen Ansporn. Umso wichtiger ist ihm der heutige Tag, sagt Ming, vor allem da die Meisten wirklich spezifische Fragen haben und hier die Chance auf präzise Antworten bekommen. Und warum sind heute eher wenige Studenten hier? „Tja, man hat eben auch nicht immer einen freien Nachmittag.“

Anwesende Studenten und Dozenten zeigten sich sehr interessiert, an den Ständen herrschte reger Informationsaustausch und hier und da nahm das Projekt Ausland mit dem Tauschen von Kontaktdaten konkrete Konturen an. Und auch der Stadt Rostock kann ein wenig mehr Internationalität wohl nicht schaden.