Jobfactory 2014 präsentierte rund 500 Berufe und Studiengänge

Bei der größten Berufs- und Studienorientierungsmesse in M-V konnten sich Schüler heute in Rostock über mögliche Zukunftsperspektiven informieren

18. September 2014, von
Auch Bundeswehr, Polizei und Zoll warben auf der Jobfactory 2014 in Rostock um Nachwuchs
Auch Bundeswehr, Polizei und Zoll warben auf der Jobfactory 2014 in Rostock um Nachwuchs

Das Ende der Schulzeit ist in Sicht und der langersehnte Abschluss bald endlich in der Tasche. Doch damit stellt sich auch die Frage: Was danach? Ausbildung, Studium oder doch erstmal ins Ausland? Was passt zu mir und welche Voraussetzungen muss ich dafür mitbringen? Diese und noch weitere Fragen sollten heute auf der 17. Jobfactory in der HanseMesse Rostock beantwortet werden. An die 10.000 Jugendliche und interessierte Besucher nutzten die Chance und ließen sich von den 160 ausstellenden Unternehmen Antworten geben und über mögliche Berufs- und Studiengänge informieren.

Auf dem Stand des Hotels Huebner wurden Cocktails gemixt
Auf dem Stand des Hotels Huebner wurden Cocktails gemixt

Von A bis Z war alles vertreten. Ob Altenpfleger oder Zimmermann, Augenoptiker oder Zweiradmechaniker – unter den 500 Angeboten verschiedener Branchen sollte für jeden etwas dabei sein. Diese wurden von den einzelnen Unternehmen nicht nur beschrieben und erklärt, sondern konnten oft auch direkt ausprobiert werden. So wurden Cocktails gemixt, Nägel lackiert, Holz geschnitzt oder Haare gestylt. Auch Lisa Lewerenz von der Käthe-Kollwitz-Schule Bützow ließ sich die Haare neu frisieren. Die Sechzehnjährige kann sich durchaus vorstellen, nach der Schule eine Ausbildung als Frisörin zu machen. Und Auszubildende im Handwerk werden in Mecklenburg-Vorpommern durchaus gesucht. „Noch vierzig freie Stellen warten darauf, besetzt zu werden“, verrät Ingo Nolting von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Während die meisten Mädels also mal in den Beruf der Frisörin oder Kosmetikerin schnupperten, fand man zahlreiche Jungs bei der Bundeswehr, der Polizei oder dem Zoll. Auch die zwei Zehntklässler Christopher Korr und Hannes Garkisch informierten sich dort über mögliche Berufe. Während sich Christopher noch nicht ganz sicher ist, wo es ihn nach der Schule hinführen wird, hat Hannes schon einen genaueren Plan. Er möchte zur Feuerwehr.

Die Universitätsmedizin Rostock informierte mit einem kleinen Theaterstück über medizinische Berufe
Die Universitätsmedizin Rostock informierte mit einem kleinen Theaterstück über medizinische Berufe

Doch nicht nur Berufe wurden auf der Jobfactory vorgestellt, auch verschiedene Hochschulen des Landes präsentierten Studiengänge und vermittelten Informationen rund ums Studium. Die Universitätsmedizin Rostock versuchte den Schülern spielerisch mit einem kleinen Theaterstück Wissenswertes über den medizinischen Beruf nahezubringen. Und so verwandelte sich die Bühne mal eben in einen Operationssaal und Zuschauer konnten miterleben, wie es im Krankenhaus so vor sich geht.

In diesem Jahr drehte sich außerdem alles um das Thema „Bewerbung“. Schüler konnten sich hilfreiche Tipps zur Gestaltung einer Bewerbungsmappe holen oder sich bei einer kleinen Talkrunde auf der Bühne anhören, was bei Bewerbungsgesprächen zu beachten ist. Wer Lust hatte, konnte außerdem direkt ein kostenfreies Bewerbungsfoto zum Mitnehmen machen.

Mara und Laura aus Stavenhagen nutzten die Jobfactory 2014, um sich über mögliche Ausbildungen zu informieren
Mara und Laura aus Stavenhagen nutzten die Jobfactory 2014, um sich über mögliche Ausbildungen zu informieren

Ganz schön viel Auswahl. Bei den vielen verschiedenen Ständen und den zahlreichen bunten Slogans wusste man gar nicht, wohin man zuerst gehen sollte. So ging es auch Mara Christen und Laura Wünsche aus Stavenhagen. Die zwei Freundinnen besuchen die zehnte Klasse der Reuterstädter Gesamtschule. Da die sechzehnjährige Laura noch nicht genau weiß, was sie später werden will, nutzte sie heute die Gelegenheit, sich in Ruhe zu informieren. „Viele sagen, ich soll Lehrerin werden. Das könnte eigentlich auch der passende Beruf sein. Ich möchte nicht nur am Schreibtisch sitzen, sondern auch was mit Menschen machen. Sicher bin ich mir aber noch nicht.“ Für beide war der heutige Tag insgesamt „eine gute Sache, gewaltig und sehr interessant“.

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