„Es qualmt und stinkt sehr doll“, erklärt Luise Pevestorff. Nur selten führte sie daher gestern in der Rostocker Stadthalle das Experiment der leuchtenden Gurke durch. Die damit veranschaulichten Möglichkeiten der Lichterzeugung und Spektroskopie lieferte für sie die Grundlage gemeinsam mit ihrem Mitschüler Edgar Zander von der Rostocker Werkstattschule ein Gerät zu entwickeln, mit dem schnell und einfach Parameter einer Wasserprobe analysiert werden können. „Denn was bei der Gurke funktioniert, klappt auch mit anderen Stoffen, wie Wasser“, erläutert der 17-jährige Schüler und kann sich vorstellen, dass ihre Erfindung eine Alternative zu den bisherigen aufwendigen chemischen Verfahren werden könnte. Noch existiert das Gerät nur in der Theorie, als sie es beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ vorstellen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Verwirkliche deine Idee.“ steht.
Insgesamt 45 Projekte wurden in den letzten beiden Tagen vorgestellt. 72 Schüler und Studenten von der 4. Klasse bis zum ersten Studienjahr beteiligten sich in diesem Jahr an dem Nachwuchsforscherwettbewerb. Die Zahl stagniere in den letzten Jahren, erklärt Landeswettbewerbsleiter Dr. Frank Mehlhaff und begründet dies mit den geringen Schülerzahlen. Besonders die rückläufige Projektanzahl im Juniorbereich „Schüler experimentieren“ mache im Sorgen. „Wir möchten alle Lehrer ermuntern, ihre Schüler für Wissenschaft und Forschung zu begeistern“, sagte er bei der Preisverleihung. 150 Projekte bedarf es, damit Mecklenburg-Vorpommern in allen sieben Fachbereichen die besten zum Bundeswettbewerb entsenden kann. Zum Vergleich: Bayern zählt über 1000 Projekte. Immerhin wurden sechs Projekte mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die Schüler vertreten nun im Mai das Land beim Jugend-forscht-Finale in Künzelsau.


Eamon Nethe von der FH Stralsund erreicht mit seinem Projekt „Kombinierte solarthermische und Photovoltaikanlage mit Wärmepumpe“ den ersten Platz im Fachgebiet Technik 
Felix Becker erklärt das Weltraumwetter und gewinnt damit den 1. Platz bei Jugend forscht im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften 
Heinrich Menning und Truc Lam Pham beschäftigten sich mit Klebhaken im Badezimmer und gewannen den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt. 
Jonathan Janetzki errang mit seinem Projekt „Inkrementelle semantische Segmentierung - Trainierbares maschinelles Sehen“ den ersten Platz im Bereich Mathematik 
Lilian Sophie Szych und Liesa Eickhoff "wollten was mit Bakterien machen" und beschäftigten sich in ihrem Projekt mit dem "Einschluss von Farbstoffen in Polymilchsäure zur Entwicklung eines Identifikationsverfahrens für bakterielle Infektionen": 1. Platz im Fachgebiet Chemie