
Es war das Lied „Weitergeh'n“ von Karat, wie ich bald erfuhr. Ein Stück vom gleichnamigen neuen Album der 1975 in der DDR gegründeten Band. Ach, und wer hätte es gedacht? Die Jungs waren sogar selbst vor Ort und signierten ihr gerade erschienenes Werk. „Mannomann, wär' doch meine Mama jetzt hier“, dachte ich. Sie liebt die Lieder der fünf Ostrocker und ich bin deshalb auch ein wenig mit diesen aufgewachsen.
Seit 2005 ist Claudius Dreilich Sänger der Combo. Sein Vater, der unvergessene Herbert Dreilich, Karat-Gründungsmitglied und Stimme von Karat, war am 12. Dezember 2004 gestorben. Wie schön doch, dass der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters schlüpfte und dessen Erbe nun weiterführt, oder?

Andreas Kowalski aus Groß-Klein verriet mir sofort seine Lieblingslieder von Karat. Das wären „Schwanenkönig“, „Über sieben Brücken“ und „Der blaue Planet“, wie er sagte. Er sei in Leipzig geboren, doch in Rostock aufgewachsen, erfuhr ich dann. Auch er war der Meinung, dass Herbert Dreilichs Sohn dieselbe Stimme wie sein Vater habe.

Ich wusste gleich, das sind waschechte Fans! Denn gerade letzte Woche, sagten sie, seien sie in Erfurt bei einem Konzert von Karat gewesen. Claudius ähnle seinem Vater von der Stimme und vom Aussehen her immer mehr, so Siegrid.

Ich hatte mir nun vorgenommen, die alten Lieder noch einmal zu Hause „aufzulegen“. Und in das neue Album „Weitergeh’n“ muss ich auch unbedingt noch einmal rein hören. Ab sofort ist es überall dort erhältlich, wo es Musik auf kleinen runden Scheiben zu kaufen gibt.
Noch ein Tipp für alle Fans: Am 5. Mai sind Karat bei Thalia zu Gast und stellen dort in einer Lesung ihr gleichnamiges Buch vor.