17. Eiswelt und Bonbon-Land bei Karls in Rövershagen
In Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen eröffnete heute die 17. Eiswelt „Afrika – Expedition zum Kilimanjaro“ und gleichzeitig die Indoor-Erlebniswelt „Bonbon-Land“
6. Dezember 2019, von Olaf
Wusstet ihr eigentlich schon, wo die Sonne nachts bleibt? In Simbabwe erzählt man sich die Geschichte vom Riesenkrokodil, das jeden Abend im Westen die untergehende Sonne erwartet und verschluckt. In der Nacht wandert es nach Osten und gibt die Sonne dort am Morgen wieder frei.
Diese schöne Geschichte hat der lettische Künstler Ainars Zingniks in Eis gemeißelt. Zu sehen ist sie seit heute in der 17. Eiswelt bei Karls in Rövershagen.
Unter dem Motto „Afrika – Expedition zum Kilimanjaro“ haben 25 Künstler aus zwölf Ländern im „Eiswerk“ auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern 24 bezaubernde Eislandschaften erschaffen. Mehr als 2.000 Eisblöcke mit über 300 Tonnen wurden von den Eisvirtuosen bearbeitet.

Afrika – Expedition zum Kilimanjaro
Thematisch begibt sich Deutschlands größte Eisfigurenausstellung in diesem Jahr auf eine Expedition zum Kilimanjaro. 24 Stationen versprechen eine faszinierende Reise durch Afrika.
Die Expedition startet am Schreibtisch im Basislager. Auf Kamelen geht es vorbei an ägyptischen Pyramiden durch die Wüste bis zum schneebedeckten Kilimanjaro mit seinem Gipfel, dem Uhuru Peak. Giraffen, Löwen, süße Elefantenbabys und zwischendurch immer wieder liebevoll gestaltete Details gibt es zu entdecken.
Seinen Abschluss findet der Rundgang am „See des Lebens“. „Dies ist der Ort, an dem alle Tiere freundlich sind und nicht jagen“, heißt es an der vom russischen Eiskünstler Eduard Ponomarenko gestalteten Station.

Eisrutschen, Foto-Points und Eishotel
Nicht fehlen dürfen natürlich die Eisrutschen für die kleinen Besucher. Drei Rutschen verschiedener Größen gibt es, die höchste mit zwei Spuren führt vom Kilimanjaro hinab. Für die „Generation Selfie“ gibt es zwei Foto-Points – im Expeditionsraum am Eingang der Ausstellung sowie auf einem Kamelrücken.
Wer schon immer einmal bei minus zehn Grad Celsius übernachten wollte, kann auch dieses Jahr im wohl kleinsten Eishotel einkehren. Im Iglu – oder passend zum Motto in der afrikanischen Rundhütte – gibt es neben Iso-Matte und Rentierfell einen „superwarmen Partnerschlafsack“.

„Ich bin glücklich, dass alles fertig ist“, freut sich Karlis Ile, der neben Othmar Schiffer-Belz (Organisation) zum ersten Mal die künstlerische Leitung für die Eiswelt übernommen hat. Nach sechs Monaten Planung wurde in den vergangenen drei Wochen bis zur letzten Minute gearbeitet, so Ile. „In der Nacht sind wir mit ein paar Leuten noch mal durchgegangen, weil erst dann Sound und Beleuchtung richtig fertig waren“, bestätigt Karls-Inhaber Robert Dahl. „Rund 240.000 Besucher wurden in der vergangenen Ausstellung gezählt, berichtet Marketing-Leiterin Nadja Schriever. Für die neue Schau wird mit der gleichen Anzahl gerechnet.
Die Eisskulpturenausstellung in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen kann bis zum 1. November 2020 täglich von 9 bis 19 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet 8,50 Euro für Erwachsene und 6,50 Euro für Kinder, für Tages- und Jahreskarteninhaber ist der Eintritt enthalten.

Indoor-Erlebniswelt „Bonbon-Land“
Neben der Eiswelt wurde heute auch die neue Indoor-Erlebniswelt „Bonbon-Land“ bei Karls in Rövershagen eröffnet. Eine deutlich vergrößerte Bonbon-Manufaktur im SteamPunk-Stil, Kartoffelsack-Rutsche, Tobeland, Indoor-Fahrgeschäfte und das Familienrestaurant Kuddel-Muddel präsentieren sich in der 2.400 Quadratmeter großen Indoor-Erlebniswelt.
In den letzten Monaten wurde der Bereich bei teils laufendem Betrieb umgebaut. „Wir haben ehrlich gesagt erst vor einer halben Stunde aufgehört mit den Bauarbeiten. Das war echt heftig“, berichtet Karls-Chef Dahl bei der offiziellen Eröffnung am Vormittag. „Es ist aber alles fertig geworden“, so Dahls, „irgendwie ein Wunder.“

Rutsche, Tobeland, und Fahrgeschäfte – alles indoor
Im neu gestalteten Tobeland – der Bonbon-Villa – können sich die Kinder in engen Tunneln, an Kletterwänden und schnellen Rutschen austoben. Erstmals überdacht gibt es einen Klassiker von Karls: die Kartoffelsackrutsche. Auf vier Bahnen geht es für die Besucher jetzt ganzjährig auf einem Kartoffelsack die Rutsche hinab. Beide Attraktionen können frei benutzt werden. „Die kostenlosen Angebote sind uns wichtig“, sagt Robert Dahl – für Familien, aber etwa auch für Kindergartengruppen.
Die Fahrgeschäfte kosten jeweils zwei bzw. drei Euro, in den Tages- und Jahreskarten sind sie bereits enthalten. Als neue Attraktion zieht Karls Kaffeekannen-Express unterm Scheunendach seine Runden – vorbei an der weltgrößten Kaffeekannensammlung. Ein Erdbeer-Karussell namens „Verrückte Drops-Trommel“, die Riesenschaukel „Kessel-Flieger“ und der zehn Meter hohe Zuckerstangendrehturm gehören ebenfalls zur neuen Indoor-Erlebniswelt.

Manufakturen, Showbühne und Familienrestaurant Kuddel-Muddel
Neben der neuen Bonbon-Manufaktur, in der jetzt auch Zuckerstangen gefertigt werden, finden sich Karls Seifenküche und die Körnerkissen-Manufaktur unter einem gemeinsamen Dach. Und auch Erdbär Karlchen, das Maskottchen von Karls, hat jetzt seine eigene Schowbühne.
Das Familienrestaurant Kuddel-Muddel bietet neben Fast-Food auch gesunde Alternativen. In letzter Zeit gab es von den Besuchern verstärkt Rückmeldungen, dass wir Kindern auch etwas Gesundes anbieten sollen, erzählt Dahl. „Wir haben uns das zu Herzen genommen.“
Neben frisch gepressten Smoothies und Säften gibt es im Kuddel-Muddel auch Bagels mit Chicken und Rucola-Salat. „Aber es gibt auch Freakshakes, wer keinen Bock auf so etwas Gesundes hat, mit Marshmallows und ordentlich Zucker drin“, schmunzelt der dreifache Familienvater, der mit seinem Erlebnis-Dorf in der letzten Woche den Tourismuspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten hat.