
Zuerst einmal gab es eine große Premiere für mich, da ich noch niemals zuvor in der Rostocker Universitätsbibliothek gewesen war. Warum auch, als Nicht-Studentin? Von außen ist das imposante Gebäude natürlich wohl bekannt, vor allem aus meinen vielen Fahrstunden in der Südstadt. Der Innenraum war jedoch noch viel beeindruckender, als ich es mir je vorgestellt hatte. Da lohnt es sich ja fast, in Rostock zu studieren.

Als erste neugierige Besucherin wurde ich auch sogleich von Annette Meier, Geschäftsführerin der Familienfreundlichen Hochschule, und Christina Haacker, Sozialreferentin des AStA, freundlich begrüßt. Auch das neue Zimmer beeindruckte mit freundlichen Farben und viel Sonnenlicht, wie man es von einem Kinderzimmer erwartet hätte.

Zur feierlichen Eröffnung kam natürlich auch Prof. Wolfgang Schareck dazu, Rektor der Universität Rostock. „Wir wollen nicht nur familiengerecht, sondern familienfreundlich sein“, begründet er die neue Investition. Im KESS können die Studenten Arbeit und Familie perfekt miteinander verknüpfen, aber auch Gastprofessoren und Nicht-Eltern sind im neuen Zimmer gern gesehen.
Vom Gitterbett bis zur kleinen Sitzecke ist das KESS für Kinder aller Altersgruppen geeignet. Auch Spielzeug, Bücher und Plüschtiere stehen zur intensiven Beschäftigung und zum Liebhaben bereit. „Eltern können gern auch Spielzeug stiften, das zu Hause nicht mehr benötigt wird“, erklärt Prof. Schareck die Idee des KESS.
Aus Sicherheitsgründen gibt es im neuen Bibliothekszimmer allerdings keine Computer. „Die vielen Kabel wären für die Kinder viel zu gefährlich“, sagt Annette Meier. Laptops können aber selbstverständlich mitgebracht werden und auch das Ausleihen eben dieser ist in Planung.

Zum Andenken an den Tag dürfen sich alle noch an einem gemeinsamen Kunstwerk beteiligen, welches zukünftig das KESS schmücken soll: eine weiße Leinwand mit bunten Handabdrücken. Ob der kleine Piet die winzige grüne Hand wohl als seine eigene identifizieren wird, wenn er in 20 Jahren hier studiert?