

Angesichts der bemerkenswert interessanten Bilder in den Kellerräumen des Gebäudes hab ich mich dann schon ziemlich geärgert, die Ausstellungseröffnung verpasst zu haben. Wer diesen Termin ebenfalls versäumt hat, wird aber sicher auch noch in nächster Zeit die Gelegenheit haben, die Kunstwerke im Haus Böll bewundern zu können.
Nach den entwicklungspolitischen Bildungstagen als Vorbereitung auf den Klimagipfel fand nun also die Nachlese als Auswertung dessen statt. Dazu sollte Prof. Dr. Felix Ekardt, der an der Uni Rostock im Bereich Umweltrecht und speziell als Leiter der Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und Klimapolitik“ arbeitet, einen Vortrag halten. Die Moderation des Abends übernahm Ulrich Söffker von den Grünen.
Zur Einführung in das Thema (und damit auch wirklich jeder weiß, worum es geht) gab es erstmal einen kurzen Film über den Klimagipfel, der eigens von der Heinrich Böll Stiftung Berlin produziert wurde. Nicht nur in diesem, sondern auch während des Vortrags
Klimaschutz ist im Wesentlichen die reduzierte Verwendung fossiler Brennstoffe. Seit 1990 sind die Emissionen weltweit um etwa 40% gestiegen, bis 2050 sollen sie global um ganze 80% wieder abgebaut werden. Für dieses Vorhaben ist natürlich ein radikales Umdenken erforderlich, welches nicht nur die verantwortlichen Politiker, sondern vor allem die breite Masse betrifft.

Doch obwohl das Handeln des einzelnen für den Klimaschutz unerheblich ist, macht es am Ende immer noch die Menge. Felix Ekardt geht hier mit gutem Beispiel voran, ist seit 17 Jahren Vegetarier, trinkt keinen Kaffee, hat keinen Führerschein und kein Handy. In den letzten Jahren hat das Bevölkerungsbewusstsein fürs Klima deutlich zugenommen und wird es auch weiterhin, wenn jeder seinen kleinen Beitrag für unser aller Zukunft leistet.