Eine Oase in einer Verkehrswüste ist in den letzten drei Monaten vor dem Nordeingang des Rostocker Hauptbahnhofs entstanden. Eine private Wirtschaftsinitiative aus zehn Partnern hat sich zusammengetan, um den denkmalgeschützten Bahnhofsvorplatz zu verschönern.
Drei Entwürfe hatte Initiatorin und Landschaftsarchitektin Birgit Schrenk den Lesern der Ostseezeitung zur Auswahl gestellt. Schließlich fielen die meisten Stimmen auf eine Gestaltung, die nur auf dem Papier zurückhaltend und geradlinig aussieht. In der dreidimensionalen Realisierung zeigt sich eine wechselhafte Modellierung der Höhen. Eingerahmt von einer Rasenfläche führt ein Granitpflastersteinring wie ein Weg um den Kreisel, in dem Rosenstauden, Büsche, Lavendel und Gräser gepflanzt wurden. Für sie wurde extra eine Bewässerungsanlage installiert.
Bei der Gestaltung spielte die Rostocker Zahl Sieben eine formgebende Rolle. Sieben Säulenkirschen und sieben Sandsteinstelen wachsen in die Höhe. Letztere wurden mit typischen Rostocker Bildern wie dem Steintor, den Flutlichtmast vom Stadion, dem Warnemünder Leuchtturm, dem Teepott, der Stadthafenskyline von Rostock, dem Schwimmkran „Langer Heinrich“ sowie den Schriftzug „Hansestadt Rostock seit 1218“ verziert. Und auch der Rostocker Greif darf nicht fehlen. So identifiziert sich die Stadt für Zugreisende gleich beim ersten Betreten der Stadt.
