
Das 1270 gegründete Zisterzienserinnenkloster gehört zu den am besten erhaltenden Klöstern Mecklenburg-Vorpommerns. Seit 1980 zeigt hier das Kulturhistorische Museum der Stadt Rostock die Schätze aus mehr als 600 Jahren Stadt- und Kunstgeschichte. Eine Sammlung, die zu den bedeutendsten des Landes zählt.

1998 konnten die Arbeiten intensiviert werden, als sich die damalige Museumsleiterin Dr. Heidrun Lorenz erfolgreich als Standort der Ausstellung „Backsteingotik in Hansestädten“ bewarb. Das brachte gut 2,5 Millionen Euro ein, die für die Sanierung des Westflügels und des Dominahauses als Museumserweiterung eingesetzt wurden. „Von da an haben wir alle zwei Jahre einen weiteren Bauabschnitt abgeschlossen“, umreißt Michael Bräuer die einzelnen Bauphasen.
Im achten und letzten Bauabschnitt wurde seit 2009 der Südflügel einer Erneuerungskur unterzogen. Zwei Millionen Euro wurden dafür aus Städtebaufördermitteln bereitgestellt. Davon wurden der Gemäldesaal und das Münzkabinett modernisiert und das Gewölbe gesichert. „Die Dachkonstruktion hing durch und musste neu ausgerichtet werden“, beschreibt Architekt Bräuer die Maßnahmen.
Besonders anspruchsvoll sei auch die Erweiterung des Kellers gewesen, wo die meterstarken Pfeiler abgestützt werden mussten. Die Haustechnik und das Depot des Museums werden nun hier untergebracht sein.
Im Refektorium, dem ehemaligen Speisesaal mit seinem eindrucksvoll bemalten Gewölbe, steht die Deckensanierung noch aus.
Das gesamte Kloster erhielt ein neues Heizungssystem und ist jetzt - dank eingebauter Rampen - auch für Rollstuhlfahrer bis in die letzte Ausstellungsecke zugänglich, verkündet Michael Bräuer.
Insgesamt sind seit 1998 gut neun Millionen Euro in die Sanierung des Klosters zum Heiligen Kreuz geflossen.

Im letzten Jahr zählte das Kulturhistorische Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz gut 32.000 Besucher. Bis Ende September dieses Jahres seien es sogar schon über 41.600 gewesen, heißt es aus dem Museum. Gründe für den Zahlenanstieg sieht man hier aber nicht nur im museumsgünstigen Wetter der Sommermonate, sondern auch in der Attraktivität der Ausstellungen selbst, die bereits bis Mai für überdurchschnittlichen Zulauf sorgten.