Vernissage zur Kunstbörse 2010 in der HMT

Künstler stellen ihre Werke in der Hochschule für Musik und Theater vor

15. November 2010, von
Vernissage zur Kunstbörse 2010
Vernissage zur Kunstbörse 2010

Ihr mögt zeitgenössische Kunst und denkt eventuell sogar darüber nach, ein Kunstwerk zu erwerben? Dann lohnt es sich für Euch womöglich, an der mittlerweile 18. Auflage der Rostocker Kunstbörse teilzunehmen, die von der Ostsee-Zeitung und dem Kunstverein zu Rostock am 4. Dezember in der Hochschule für Musik und Theater veranstaltet wird.

Da man natürlich nicht die Katze im Sack kaufen und sich vielleicht auch im Vorfeld schon einmal Gedanken darüber machen möchte, welches Werk denn nun am besten ins heimische Wohnzimmer passen würde, kann man ab sofort einen Blick auf die zum Verkauf stehenden Originale werfen.

Jan-Peter Schröder
Jan-Peter Schröder

Die Ausstellung wurde am heutigen Abend im Foyer der Hochschule für Musik und Theater (HMT) offiziell eröffnet. Sie zeigt die Werke von dreizehn Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern, die an der Versteigerung teilnehmen.

Bei einer solchen Vielzahl von Künstlern, ist die Palette an Kunst entsprechend breit, so dass für fast jeden etwas dabei sein sollte. Egal ob Acryl auf Leinwand, Öl auf Holz, Marmorskulpturen, Fotografien, Aquarelle oder Keramiken, eine sehr große Vielfalt an Techniken wird von den teilweise jungen sowie teilweise bereits etablierten Künstlern genutzt.

„Ich finde es nach wie vor spannend zu beobachten, wie reich und vielfältig die Szene hierzulande doch ist“, kann sich Jan Peter Schröder von der Ostsee-Zeitung auch nach fünfzehn Jahren Mitarbeit an der Kunstbörse immer noch begeistern.

Stolze 750 Arbeiten von 234 Künstlern wurden seit 1993 in diesem Rahmen bereits vorgestellt und versteigert. Ein Ende der Erfolgsstory ist nicht in Sicht.

Frank Ivemeyer
Frank Ivemeyer

„Nicht zuletzt geht es der Kunstbörse auch darum, die Künstler dieses Landes bekannt zu machen“, brachte Frank Ivemeyer, der Kanzler der HMT, das Anliegen der Kunstbörse auf den Punkt. Ein berechtigtes Anliegen, denn „Künstler können eine Stadt adeln“, wie Wolfgang Friedrich, Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock, weiß.

Einige der Künstler waren auch bei der Vernissage selbst anwesend, etwa die Maler und Grafiker Bernhard Schrock und Elisabeth Pohl.

Auch der Fotograf Ulrich Rudolph weilte unter den Gästen. Eigentlich wollte der studierte Kunstwissenschaftler nach eigener Aussage nie selbst Künstler werden, umso mehr überraschte ihn die Anfrage, ob er an der Kunstbörse teilnehmen wolle.

Ulrich Rudolph
Ulrich Rudolph

„Welcher Künstler bekommt schon solche Publicity“, freute er sich natürlich über die Möglichkeit, seine Werke einem breiten Publikum vorzustellen.

Bei seinen Bildern verwendet Rudolph Motive, die den Anschein erwecken, von Menschen gestaltet oder gemalt worden zu sein. Durch die Verfremdung der Realität entsteht Spannung in seinen Arbeiten, da dem Betrachter eine Menge Interpretationsspielraum gegeben wird.

Kunstbörse 2010 - Ausstellungseröffnung in der HMT
Kunstbörse 2010 - Ausstellungseröffnung in der HMT

Aufgrund der Vielfalt der unterschiedlichen Arbeiten, kann an dieser Stelle unmöglich auf alle Werke eingegangen werden. Am besten macht Ihr Euch vor Ort einfach selbst ein Bild.

„Was sammelt eigentlich der Bürgermeister?“ Diese Frage stellte Wolfgang Friedrich am Ende seiner Begrüßungsworte in den Raum und forderte Oberbürgermeister Roland Methling damit indirekt zum Mitbieten am 4. Dezember auf. Und wie steht es bei Euch? Was sammelt Ihr eigentlich?

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