Nicht nur in Warnemünde gibt es in diesen Tagen einen Kunsthandwerkermarkt zu besuchen, auch Rostock hat diesbezüglich einiges zu bieten.
Zwischen Universitätsplatz und Klosterhof haben sich über 60 Aussteller aus der Region, aber auch aus Berlin, Cottbus, Dresden oder Leipzig eingefunden, um ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren und natürlich auch zum Verkauf anzubieten.
Der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Markt findet am heutigen Samstag und gestrigen Freitag bereits zum 13. Mal statt. Für zusätzliche Unterhaltung sorgt auch in diesem Jahr das beliebte Kleinkunstfestival „Kultur aus dem Hut“.

Auch exotisches, wie die Raku-Keramik, eine keramische Brenntechnik aus Japan, lässt sich finden. Bei dieser Technik werden die Gefäße nach dem 2. Brand aus dem Ofen genommen und in einen Behälter mit Holz, Laub oder Stroh gegeben. Das Verfahren wirkt sich in besonderer Weise auf den Ton und die Glasurfarbe aus, außerdem kann es zu Abdrücken des Laubs oder Strohs auf den Gefäßen führen. „Man weiß nie genau, was passiert“, beschreibt Dagmar Geissler das Faszinierende an der Technik, da bereits ein Windstoß beim Öffnen des Behälters die Struktur verändern kann.


Auch ein kleines Experiment hatte er gestern mit dem Raku-Keramiker Jan Mauersberger in Arbeit: eine Raku-Schale mit Aluminiumglasur. Die dürfte zwar nicht klingen, dafür aber optisch etwas Besonderes sein.
Die Aussteller zeigten sich am Freitag sehr zufrieden mit der Besucherresonanz.

Heike Hünniger, die schon seit Beginn des Kunsthandwerkermarktes mit Werken aus ihrer Keramikwerkstatt dabei ist, freute sich zudem über die gebotene Vielfalt des Marktes: „Dieser Markt ist genial, weil von jeder Richtung etwas dabei ist.“
