
„Ich bin wegen der Balkanmusik hergekommen“, erzählte Yvonne Schmitz. Die Promotionsstudentin schätzte besonders „die gute Mixtur“ der Veranstaltung. „Sie bietet viel Neues, worauf man sich gerne einlässt“, zeigte sie sich auch an den anderen Künstlern des Kunstkonzentrats der 23. Rostocker Kulturwoche interessiert. Wie viele Besucher genoss auch sie die angenehm entspannte Atmosphäre am Lagerfeuer auf dem Gelände am Rande der Östlichen Altstadt.
Um die Balkanmusik kümmerte sich an diesem Abend A Glezele Vayn. Die Lieder der vier Musiker aus Berlin stammten aber nicht nur aus den Ländern des Balkans. Musik aus den Alpen und Klezmer aus Osteuropa gehörten ebenso zu ihrem Repertoire. Neben traditionellen Stücken präsentierten sie auch eigene spritzige Texte und Melodien.
Mit Kontrabass, Akkordeon und Percussion sorgten Johannes, Szilvia und Jacobus beim Publikum für viel Vergnügen. Und auch Achim war an seiner Klarinette hervorragend aufgehoben und begeisterte bestimmt nicht nur alte Männer, auch wenn er in dem Lied „Klarinettenhass“ Zweifel daran aufkommen lassen wollte.

„Ich bin nur Interpret“, warnte er das Publikum vor den erotisch-anzüglich, sehr doppeldeutigen und nicht immer politisch korrekten Liedtexten. Aber worüber die Zuhörer vor 90 Jahren schon gelacht haben, sorgte auch beim Publikum des Kunstkonzentrats für Schmunzeln.

Die beiden HMT-Studenten hatten sie im Rahmen ihrer Schauspielausbildung erarbeitet und werden sie noch in dieser Woche bei ihrer Abschlussprüfung vortragen.

In der Galerie auf Zeit hatten die Rostocker Künstler Christoph Chciuk, Paul Glaser, René Winter, Felix Fugenzahn und Juliane Zerbe eine Auswahl ihrer neuesten Werke ausgestellt.
Aber damit nicht genug der vielen Kunst. Zwei „Kunstfilme“, die zuvor aus Vorschlägen von den Teilnehmern einer Umfrageaktion ausgewählt wurden, rundeten das hoch konzentrierte Kunst- und Kulturangebot an diesem Abend ab.
