
Direkt an der Kaimauer traf ich auf einen netten jungen Mann, selbst teilnehmendes Teammitglied vom „Schlauchboot“ aus Wismar, der mich auf dem Gebiet des Kutterpullens aufklärte. Mit der Zeit kamen auch die restlichen der 15 Teams, darunter einige aus Bremen, Rheinsberg und sogar Schweden, und die ersten Besucher zum Austragungsort am Pier 7. Während des Wartens erfuhr ich, dass es die Kutterrennen in Warnemünde schon seit 1992 gibt, sie aber erst seit 3 Jahren größer aufgezogen und von der Peter Döhle Schiffahrts-KG gesponsert werden.

Angesichts der Schweißperlen auf den Gesichtern der Ruderer hat sich wahrscheinlich jeder der frierenden Zuschauer in eines der Boote gewünscht. Während des vierten Rennens des ersten Vorlaufes kam ich mit einer älteren Dame ins Gespräch, deren Enkelin im Frauenteam „Pull it like Neptun“ mit ruderte. Sie erzählte mir, dass die Seefahrt und der Rudersport bei ihnen Familientradition hätte, das Team aber zum ersten Mal beim Kutterrennen teilnahm.
Für die Sponsorenteams schien es allgemein nicht gut auszusehen. So mussten auch die „Sumpfies“, die Glühwein, Bier und die Teilnehmerverpflegung gesponsert hatten, gleich bei ihrem ersten Rennen eine Niederlage gegen das Frauenteam des „Marineclub Rheinsberg e.V.“ einstecken. Trotz allem, und nicht zuletzt dank der günstigen Getränke und der aufkommenden Wettkampfseuphorie, war die Stimmung bald besser als das Wetter und das Kutterrennen auch für die Zuschauer ein gelungener Wochenendausflug.