
Vermutlich ist es das Ziel eines jeden klassischen Musikschülers, einmal in diesem Orchester mitspielen zu dürfen. Umso stolzer müssen Eltern und Angehörige der Musiker gewesen sein, als ihre Sprösslinge in ausnahmslos elegantem Schwarz gekleidet mit ihren Instrumenten ihre Plätze einnahmen und den aufbrandenden Applaus entgegennahmen.


Das Violoncello-Konzert in h-Moll widmete Antonin Dvorak einst seinem Freund und Cellisten Hanus Wihan. Bei dem Konzert in der Nikolaikirche übernahm Arthur Hornig den Soloteil.
1987 geboren erhielt dieser mit fünf Jahren seinen ersten Cello-Unterricht, war bereits 1997 Jungstudent an den Berliner Musikhochschulen und studiert seit 2006 in der Violoncello-Klasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main.

Dirigent des Konzertes ist Stefan Malzew, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie. Dieser tritt auch als Komponist, Pianist und Klarinettist in Erscheinung und widmet sich Projekten, die neue Publikumsbereiche ansprechen und gewinnen sollen.
Als drittes und abschließendes Stück wurde Robert Schumanns 4. Sinfonie in d-Moll op. 120 gespielt. Nach einem stimmungsvollen Konzert ohne Fehler oder Auffälligkeiten sind die Eltern wohl umso stolzer und die Musiker erleichtert.
Weil der Beifall nicht enden wollte, gab sich Cellist Arthur Hornig für eine solistische Zugabe her und spielte mit atemberaubender Schnelligkeit und Geschicklichkeit ein weiteres und letztes Solo-Stück. Ein passender und schöner Abschluss für ein gelungenes Klassik-Konzert.