Oft sind es negative Schlagzeilen, mit denen die Fans von Hansa Rostock von sich reden machen. Dabei sind es nur wenige Leute, die mit ihren Aktionen eine gesamte Fangemeinschaft in Verruf bringen. Dass es auch ganz anders geht, zeigt ein neues Projekt, das der Verein Soziale Bildung zusammen mit dem Fanprojekt Rostock ins Leben gerufen hat. Das Lernzentrum Rostock soll die Faszination für den Fußball mit einer Begeisterung für das Lernen kombinieren.
Das Fanprojekt Rostock ist seit 2007 eine wichtige sozialpädagogische Einrichtung der Jugendhilfe. Die Mitarbeiter sind Anlaufstelle für alle Probleme rund um den Verein und die Fanszene. Dabei geht die Arbeit auch mal in den privaten Bereich und wird zu einer Lebenshilfe.

Das Besondere am Lernzentrum ist, dass die Wissensvermittlung aus der Schule rausgehoben und in ein neues Lernumfeld gebracht wird. Dazu wurde Hansa Rostock als Unterstützer des Projektes gewonnen. Der Verein stellt für das Lernzentrum die DKB-Arena kostenlos zur Verfügung. Auch ist eine inhaltliche Zusammenarbeit für die Zukunft geplant, jedoch steht dazu noch nichts Genaues fest. Martin Arndt betont: „Es ist super, dass der Verein uns unterstützt, jedoch soll es keine Werbeveranstaltung werden. Auch Jugendliche, die sich nicht für Fußball interessieren, sollen angesprochen werden.“

Gefördert wird das Lernzentrum von der Bundesliga Stiftung und von der Robert Bosch Stiftung. Rostock ist der elfte Standtort in Deutschland, der so über das Medium Fußball soziale Verantwortung lehrt. Im ersten Jahr stehen 50.000 Euro zur Verfügung, wie es danach weitergeht, hängt auch ein wenig vom Erfolg ab. Geplant ist aber eine langfristige Institution für demokratische Arbeit zu etablieren.
Den offiziellen Anstoß für das Projekt wird es am 21. Februar in der DKB-Arena geben. Und vielleicht nutzt Hansa ja den positiven Aufwind, um am Wochenende wieder einen Sieg an die Küste zu holen.