Die Bewohner Rostocks waren entsetzt: Die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Lichtenhagen vor 20 Jahren haben nicht nur in den Köpfen der Hansestadtbewohner ein schauerliches Bild hinterlassen. Der Ruf wurde bis in die Bundesrepublik und in andere Länder getragen.
„Mit der Initiative ,Rostock bewegt‘ und ,Lichtenhagen bewegt sich – gemeinsam füreinander‘ werden seit einem Jahr Filme, internationale Kinderfeste und Veranstaltungen organisiert“, so der Ortsbeiratsvorsitzende von Lichtenhagen, Ralf Mucha. Er arbeitet oft mit Rainer Fabian vom Kolping-Begegnungszentrum zusammen, der auch zu bedenken gibt: „Nicht nur für die Angegriffenen, auch für die Bevölkerung von Lichtenhagen ist noch nicht ausreichend Aufarbeitung geleistet worden. Sie waren Zeugen der Ausschreitung und geraten noch heute oft in eine Rechtfertigungssituation, der sie sich selten stellen wollen oder können.“


- Konzerte von „17 Hippies“, „Movimento“, „Antispielismus“ und „Die Reise“ auf der Haedge-Halbinsel ab 18 Uhr
- Theaterworkshop im Zirkuszelt Fantasia neben dem Sonnenblumenhaus ab 11 Uhr
- Ausstellungen, Konzerte, Diskussionen in der Hochschule für Musik und Theater ab 16 Uhr
- Fahrradsternfahrt (Treffpunkte sind Neuer Markt, Doberaner Platz, DKB-Arena, Reutershagen Markt, der Kirchplatz in Warnemünde und alle SBZs Rostocks bis zum Ziel in der Flensburger Straße) um 9 Uhr
- Pflanzung des Gedenkbaumes am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen um 12 Uhr
- Ansprache des Bundespräsidenten und neuen Ehrenbürgers Joachim Gauck, interreligiöser Dialog am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen um 13 Uhr
- Kinderchöre singen Lieder mit Gerhard Schöne auf der Wiese am Sonnenblumenhaus am Nachmittag bis 16 Uhr