
Unter der Leitung von Prof. Karola Theill erarbeiteten Studenten der Klasse für Liedgestaltung einen experimentellen Liederabend, der die Lieder dem Publikum auf besondere Art näher bringen und es berühren sollte. Dazu hatte sich die Klasse zu Lied-Duos zusammengetan, jeweils ein eigenes Repertoire selbstständig überlegt und die Umsetzung erarbeitet.
Leider fiel schon der erste Beitrag einer Allergie zum Opfer, sodass „Die schöne Müllerin“ und „Das Wandern“ von Franz Schubert ausfielen und gleich mit dem zweiten Duo begonnen wurde.
Aber auch Anna Kunze in Begleitung von Sefuri Sumi am Flügel verschafften dem Liederabend einen gelungenen Auftakt. Unter dem Titel „Nimmersatt – Nimmermehr – Nirgendwo?“ sangen und spielten sie drei ältere deutsche Lieder, die durch kurze Monologe und Schauspiel miteinander verknüpft wurden.
Ähnlich gestalteten anschließend auch Julia Ebert und Jing Li ihre Lieder. Mit passenden Blumenkleidern und bunten Tüchern trugen sie drei Stücke aus den „Mädchenblumen“ von Richard Strauss vor.

Etwas anders war die Umsetzung bei den Stücken nach der Pause geplant. Bei den „Songs of Travel“ von Ralph Vaughan Williams wurde Tilman Fröhlich nicht nur von Jing Li auf dem Flügel begleitet, im Hintergrund sollten auch Texte und passende Fotografien mittels Beamer an die Wand gestrahlt werden.

Ähnliches Leid mussten im Anschluss auch Alba Vilar Juamola und Christina Alba Padial ertragen, die ebenfalls auf den Beamer angewiesen waren.
Mehr Glück hatte dagegen Mitsuyo Okamoto, die von Karola Theill persönlich auf dem Flügel begleitet wurde. Passend zu der „Erwartung“, der „Erhebung“ und der „Waldsonne“ von Arnold Schönberg zeigten sie zwei Bilder des Künstlers Gustav Klimt – aber nicht per Beamer, sondern direkt auf Leinwand gedruckt.

Zur besseren Beurteilung des Abends wurde dem Programmheft extra ein Meinungszettel beigefügt, den die Zuschauer im Anschluss ausfüllen sollten, doch der begeisterte Applaus am Ende jedes Paars sollte wohl genug über den Erfolg aussagen.