Wieder einmal waren es die Eltern, die den Stein ins Rollen gebracht haben. Im Falle von Rayk Goetze war es der Vater, der den Sohn mit einer Postkarte samt Zeitungsausschnitt auf das Stipendium in der Hansestadt aufmerksam machte.
„Das Amt für Kultur und Denkmalpflege vergibt seit 1995 Stipendien für die zwei Gastateliers im Schleswig-Holstein-Rostock in der östlichen Altstadt“, berichtet Gesine Karge, die für Künstlerförderung und bildende Kunst im Amt zuständig ist. Nach einer kurzen Begrüßung übernahm dann Rayk Goetze selbst das Wort.

Im Gegenteil, seine erste Handlung war der Kauf eines Fahrrads, um die Stadt zu erkunden und eine Verbindung mit dem Ort zu bekommen. Er verließ die Hansestadt in seiner Jugend mit einem zwiespältigen Gefühl, in der Zeit jetzt konnte er aber „seinen Frieden mit der Stadt machen.“

Sein Hauptthema hier in Rostock war „Beinarbeit“. In seinen 10 Jahren als Rückenschwimmer hat er häufig diese Perspektive wahrgenommen und hat sie nun in seinen Bildern verarbeitet. Auch seine Zeit als Kampftaucher ließ er in seine Arbeiten einfließen.

In drei Tagen geht es für den Maler zurück nach Leipzig. Dort wolle er erst einmal Urlaub machen, weil gerade die letzten Tage doch sehr anstrengend waren.
Die Bilder kommen erstmal alle mit, jedoch werden einige von ihnen im nächsten Herbst wieder in Rostock zu sehen sein.

Wer jedoch nicht so lange warten möchte, um sich ein Bild von der Kunst Rayk Goetzes zu machen, kann auch seine Webseite besuchen. Und vielleicht kann man dort dann auch bald sehen, wie ein Maler seinen Frieden mit Rostock schließt.