„OMG – I’m a Marteria Girl”
Für Fans zieht Marteria bei einer Autogrammstunde im KTC die Hose runter
4. Februar 2014, von Stefanie
Eine riesige PR-Welle rollt gerade übers Land. Marteria will sein neues Album verkaufen – überall Plakate mit dem Cover, Berichte und Interviews in den Medien und eine Einkaufszentrumsautogrammstundentour des Künstlers. Die führte gestern auch ins Rostocker KTC.
Zu Tausenden standen die Fans, meist Teenager, auf den drei Etagen des Konsumtempels. Kurz nach 18 Uhr tauchte Marten Laciny, so der bürgerliche Name Marterias, aus dem Laden des Elektrofachgeschäfts auf, das ihn eingeladen hatte. Dann ging er geschützt von Sicherheitspersonal in die unterste Etage, wo sich eine lange Fan-Schlange um Autogramme drängte.
Auf einer kleinen Bühne stehend nahm sich der Star stundenlang Zeit, um Postkarten und andere Devotionalien zu signieren und seine jungen Fans für ein Foto in den Arm zu nehmen. Einmal zog er sogar seine Hose etwas runter, um den Blick auf seine Haut freizumachen.

„Oh my God, I ’m a Marteria Girl“, kreischte ein Mädchen überglücklich nach der Audienz und erntete dafür das Augenrollen einiger Altersgenossinnen, die sich nicht anstellen wollten.
„Mir wäre ein Konzert lieber gewesen“, sagt die 15-jährige Nora, die das Treiben von einer Balustrade fasziniert beobachtete.
Mit dieser Promo-Tour wirbt der 32-Jährige Rapper für sein sechstes Album „Zum Glück in die Zukunft II“. Die Erwartungen sind dieses Mal besonders hoch, hat er sich doch 2012 mit seinem Nummer-1-Hit Lila Wolken einen Platz unter den besten im deutschen Musicbusiness erobert. Die Rostocker Fans freuen sich besonders darüber, ist der Wahlberliner doch in unserer Hansestadt geboren und aufgewachsen. Hin und wieder schaut er gern in seiner alten Heimatstadt vorbei, wie beim Seed-Konzert letztes Jahr oder bei den Heimspielen des FC Hansa Rostock, in dessen Jugendmannschaft er einst spielte, bevor er eine Modelkarriere in New York begann.
Das KTC ist übrigens laut einer Befragung der Universität Rostock von 2013 der beliebteste Aufenthaltsort Rostocker Jugendlicher. So viele wie gestern dürften aber eher selten auf einmal dort gewesen sein.