Aufgeregtes Getuschel erklingt hier und da, nervöse Blicke schweifen durch den Raum, angeregte Unterhaltungen werden nur von dem Klirren der Gläser unterbrochen. Obwohl bis zum Beginn der Vorstellung noch eine ganze Weile Zeit ist, hat sich der Vorraum der Bühne 602 am Stadthafen schon gut gefüllt.

Etwa alle anderthalb Jahre erarbeitet die Musikschule gemeinsam mit ihren Schülern ein kleines Theaterstück. Dieses Projekt feiert seit einigen Jahren beachtliche Erfolge, längst sitzen nicht mehr nur Angehörige und Veranstalter im Publikum, sondern auch Neugierige und Fans aus der ganzen Hansestadt.

Pünktlich um 15:00 Uhr konnte die Premiere beginnen. Auch Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens hat es sich nicht nehmen lassen, zur Erstaufführung zu erscheinen. Da ich selbst auch Musikschülerin bin, konnte ich mir die Aufregung hinter der Bühne ganz gut vorstellen und war eigentlich ganz froh über meinen Sitzplatz im Publikum.
Gut sichtbar verteilten sich im Hintergrund der kleinen Bühne zunächst die Musiker, die das Stück über die Schauspieler begleiten sollten. Eine gelungene Mischung aus Klassik und Moderne ergaben dabei Klavier, Bass, Saxophon, Schlagzeug und - mein Lieblingsinstrument - die Geige.

Eines Tages werden ihm seine teuren Turnschuhe und der MP3-Player gestohlen. Ein großer Verlust für Paul, der sich nun doch mit Klassenkameraden und Außenwelt auseinandersetzen muss.
So lernt er auch Pauline (Anne Martha Hilliger) kennen, die schweigend durchs Leben tanzt und deswegen bei ihren Mitschülern als Außenseiterin gilt. Beide kommen sich näher, geraten wegen ihrer unterschiedlichen Ansichten vom Leben aber bald in Konflikt.

Insgesamt ist das Stück eine gelungene Mischung aus Theater, Musik, Gesang und Tanz. Die nächste Aufführung findet am 24. Juni um 10:00 Uhr in der Bühne 602 statt.