Muscheln, Steine, Schneckenhäuser – es gibt so viele schöne Dinge, die man am Strand sammeln kann. Leider gibt es aber auch viel zu oft weniger schöne Fundstücke: Plastikmüll und andere zivilisatorische Abfälle zählen dazu.
„Ich behaupte, dass jeder mal etwas Müll liegen lässt, auch wenn es nur unbemerkt ist. Gerade bei Plastik zählt jedes Stück, das wieder eingesammelt wird. Ansonsten wird es sehr lange hier liegen bleiben“, sagt Judith Günther. Greta Winkler ergänzt: „Wir wollen etwas Gutes für die Umwelt tun.“ Die beiden Freundinnen beteiligten sich deshalb gestern an einer Müllsammelaktion des NABU Mittleres Mecklenburg am östlichen Ufer des Breitlings.

Etwa 30 Helfer rückten ihm zu Leibe. Trotz des starken Windes, der eine Vorstellung davon gab, wie der Müll sich selbst in entlegenen Landschaften verbreitet.
Schnell wurden die flatternden Müllsäcke mit Folienfetzen, Styropor, Kunststoffseilen, Lebensmittelverpackungsresten, Luftballonüberbleibseln, Oropax, Kleidungsstücken und Wattestäbchenstiele in rauen Mengen gefüllt. Schnüre, Tüten und Plastikbehälter waren teilweise bereits fast komplett vom Boden verschlungen oder schon stark eingewachsen. Über 30 Kilogramm haben allein die beiden 19-Jährigen gesammelt. Insgesamt werden es wohl etwa 400 Kg sein, schätzt NABU-Projektleiterin Rebecca Hain.
