
Allerdings dienten der Film und die zugehörige Musikproduktion ebenfalls als Vorlage für Natascha Osterkorns gleichnamiges Konzertprogramm, mit dem sie gestern Abend auch in Rostock gastierte.
Dabei stellte Osterkorn, die als Kind bei ihrer Großmutter, einer Roma-Zigeunerin, aufgewachsen ist, auch ihre mittlerweile dritte CD „Always happy“ vor.

Gespielt wurden traditionelle russische Zigeunerlieder, in denen es, passend zur Handlung des Films, meistens um tragische, mal um glückliche Romanzen und natürlich die Liebe an sich geht. „So ist das bei Zigeunerliedern. Fast alle Lieder sind über die Liebe“, klärte die Sängerin das Publikum über den Inhalt der Lieder auf.
Und so erfährt man im Laufe des Abends beispielsweise, was ein Zigeuner bei minus 40 °C nachts im Wald macht. Irgendeine Idee? Nein? Er sucht natürlich seine Frau.
Oder dass ein Zigeuner, der heiraten möchte, zunächst sehr lange eine Frau sucht. Findet er sie schließlich, geht alles ganz schnell und es wird sofort geheiratet – manchmal auch ohne zu fragen.

Und was sagte Letzteres nun zum Konzert? „Ich habe sie schon mal gesehen und finde sie klasse“, äußerte sich Karola Schlemmer während der Pause. Für Viola Straube war es ebenfalls ein gelungener Abend: „Ich bin begeistert. Ich bin hundemüde hier angekommen und die Begeisterung ist sofort übergeschwappt. Es belebt.“

Bei so viel Begeisterung durfte natürlich eine Zugabe am Ende nicht fehlen und da das Publikum gar nicht aufhören wollte mit Applaudieren, kehrten Osterkorn und ihre beiden Begleiter gleich drei Mal auf die Bühne zurück, um noch ein Lied zum Besten zu geben, bevor das Konzert dann wirklich zu Ende ging.