„Natur ist alles, alles Wirkliche ist natürlich. Geist, Bewußtseinsleben, ist kein Gegensatz zur Natur, sondern ein Ausschnitt aus der Gesamtheit des Natürlichen.“
Dieser Satz des Philosophen und Physikers Friedrich Albert Moritz Schlick, der auch zehn Jahre in Rostock gewirkt hat, bevor er als Begründer des Wiener Kreises bekannt wurde, stellt den Leitspruch der Vortragsreihe Natur und Geist dar.
Seit 2003 findet diese einmal im Jahr in der Universitätsbuchhandlung Weiland in Rostock statt. Organisiert wird die Veranstaltung durch die Moritz-Schlick Forschungsstelle des Instituts für Philosophie der Universität Rostock in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Weiland.

Nachdem sich die Vortragsreihe in den vergangenen Jahren mit Themen wie verschiedenen Wissenskulturen, der menschlichen Erkenntnisfähigkeit oder der wissenschaftlichen Weltauffassung auseinandergesetzt hat, steht in diesem Jahr das Wissen selbst im Mittelpunkt. „Wachstum oder Wandel des Wissens“ lautet entsprechend der Titel.

„Inwiefern kann Wissen zum Problem werden?“, stellte er zunächst eine Frage in den Raum. Eine Frage, die sicherlich Relevanz für unsere heutige Wissensgesellschaft besitzt. Als Beispiele nannte er fehlendes oder veraltetes Wissen, das zu schwerwiegenden Unfällen führen kann oder auch moralische Probleme, die durch Wissen entstehen können.

Zehn weitere Vorträge wird es im Rahmen der Reihe noch geben, die jeweils dienstags um 20:15 Uhr in der Universitätsbuchhandlung Weiland stattfinden werden. Die Themenpalette reicht dabei von der „Revolution der Denkart“ bis hin zur „Rolle und Bedeutung von Modellen für Wissenstransformationen in der Physik“.
Für Studenten ist der Eintritt frei, alle anderen bezahlen drei Euro pro Abend oder zwölf Euro für die gesamte Vortragsreihe.