„Du kannst dich ruhig trauen, dir fallen die Ohren nicht ab“, sagt Manja Lange mit einem aufmunternden Lächeln zu einem Schüler. Angesichts der großen und klangmächtigen Instrumente ist er noch etwas zurückhaltend.
Aber um gemeinsam zu musizieren, ist jede Stimme wichtig. Erst die Trommeln, dann verschiedene Metallophone und die großen Gongs ergeben das besondere Klangerlebnis, mit dem die Musikpädagogin der Neuen Musikschule Carl Orff die Zweitklässler der Grundschule Lichtenhagen-Dorf an einem Projektvormittag an das gemeinsame Musizieren heranführen möchte. Erst in diesem Jahr hatte sich die Einrichtung dafür das indonesische Gamelan-Instrumentarium angeschafft.

Zuvor hatte die Musikschule in den letzten zwei Jahren an einem aufwendigen Programm zur Qualitätssicherung teilgenommen. „Wir sind ganz stolz darauf, dass wir das geschafft haben und geben auch zu: Es war nicht immer ganz einfach“, sagt die Musikschulleiterin Franziska Pfaff.
Eine Steuerungsgruppe aus Angestellten, Honorarkräften und Eltern kämpfte sich dafür durch einen Berg von Formularen. Überprüft wurden dabei unter anderem die Zufriedenheit der Schüler und Lehrer, die Unterrichtsorganisation sowie die Außenwirkung der Einrichtung. „Es geht darum, beste Rahmenbedingungen für den Unterricht und beste Arbeitsbedingungen für die Kollegen zu schaffen“, so Christiane Krüger über das Ziel des aufwendigen Verfahrens.

Dennoch gibt es auch noch einiges, was sich verändern lässt, stellt Franziska Pfaff fest. Neben dem Ausbau der Ensemblearbeit gehört auch die Weiterentwicklung zu einer Weltmusikschule dazu. Ein internationales Kollegium und Erfahrungen mit Workshops zu landesspezifischen Musikrichtungen bieten dafür hervorragende Voraussetzungen.
Zurzeit hat die Neue Musikschule Carl Orff etwa 1000 Schüler aller Altersgruppen und 50 Lehrer. Neben ihrem Hauptsitz in der Rosa-Luxemburg-Straße wird auch an weiteren Außenstellen Musikunterricht erteilt. Der Unterricht richtet sich nach dem pädagogischen Konzept des Namensgebers Carl Orff und stellt die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler in den Mittelpunkt.